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Terror in Brüssel: Flughafen bleibt auch Donnerstag geschlossen

Auch am Tag nach dem Terror in Brüssel sind Flug- und Bahnverkehr in Belgien weiter eingeschränkt. Hier sind die wichtigsten Informationen für Reisende.

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DPA

Brüsseler Flughafen am Dienstag

Wer am Mittwoch eine Reise nach Brüssel plant, muss sich auf Verspätungen und Unannehmlichkeiten einstellen. Nach den Anschlägen in der Hauptstadt Belgiens mit mindestens 34 Toten und etwa 230 Verletzten ist der Verkehr noch eingeschränkt. Wann wieder Flüge nach Brüssel möglich sein werden, ist noch unklar, der Bahnverkehr ist angerollt.

  • Der Brüsseler Flughafen bleibt auch am Donnerstag für Passagierflüge geschlossen. Das teilte der Airport am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Kontaktieren Sie Ihre Fluggesellschaft für Fluginformationen", rieten die Betreiber. Die Abflughalle wurde durch zwei Explosionen schwer beschädigt.
  • Die Lufthansa hat 28 Flüge zwischen Brüssel und Frankfurt und München gestrichen. 2200 Passagiere sind betroffen. Kostenlose Umbuchungen oder Stornierung von bis zum 28. März gebuchten Flügen sind einmalig möglich. Ob am Donnerstag alle geplanten Flüge stattfinden können, werde sich im Laufe des Mittwochs ergeben.
  • Größere Einschränkungen gibt es nach wie vor beim öffentlichen Nahverkehr in der EU-Hauptstadt. Die Brüsseler U-Bahnen verkehrten nach Angaben der Betreibergesellschaft STIB-MIVB auf einigen Linien gar nicht. Unter anderem wird die Station Maelbeek, wo am Dienstagmorgen ein Sprengsatz in einem Metrozug explodierte, bis auf weiteres nicht angefahren.
  • Grundsätzlich sollte der Schienenverkehr am Mittwoch nach Angaben der belgischen Bahngesellschaft SNCB-NMBS wieder weitgehend normal laufen. Reisende müssten mit verstärkten Kontrollen rechnen. Nur der Bahnhof Brüssel-Schumann mitten im Europaviertel, die Station am Flughafen und einige kleinere Brüsseler Bahnhöfe blieben geschlossen. Auch Mittwochmorgen sind aber noch Fernzüge ausgefallen. So sei ein Thalys-Schnellzug nach Paris vom Bahnhof Gare du Midi gestrichen worden, berichtet eine Reporterin der Deutschen Presseagentur. Der ICE nach Köln verkehrte hingegen. Reisende hätten viel Geduld aufbringen müssen. Wie an anderen Brüsseler Bahnhöfen war nur ein Eingang geöffnet. Die Polizei war stark präsent.

  • Die Deutsche Bahn plante, ihre ICE von Frankfurt nach Brüssel und zurück ab Mittwoch wieder regulär einzusetzen.
  • Die Eurostar-Züge zwischen London und Brüssel sollen ebenfalls zum normalen Verkehr zurückkehren, wie das Unternehmen ankündigte
  • Auch der Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge nehmen ihre Fahrten grundsätzlich wieder auf. Die Züge fahren unter anderem von Nordrhein-Westfalen über Brüssel nach Paris. Der Verkehr werde im gesamten Thalys-Netz mit Ausnahme weniger Züge sichergestellt, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.
  • Das Auswärtige Amt rät zu besonderer Vorsicht.In einem aktualisierten Sicherheitshinweis heißt es: "Reisende in Brüssel werden dringend gebeten, sich in der Stadt nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen." Zugleich rief die Behörde dazu auf, größere Menschenansammlungen zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.
  • Die Bundespolizei kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen, sowohl an der deutsch-belgischen Grenze als auch an Flughäfen und Bahnhöfen in Deutschland. Auch Frankreich verschärft die Kontrollen an den Grenzen. An der niederländisch-belgischen Grenze wird ebenfalls mehr kontrolliert. Autoreisende, die von Deutschland nach oder über Belgien unterwegs sind, müssen sich also auf eventuelle Verzögerungen an den Landesgrenzen einstellen.
  • Die Lage am Frankfurter Flughafen hat sich auch am Mittwoch noch nicht wieder ganz normalisiert. Die Lage in Brüssel werde weiter sehr genau beobachtet und bewertet, sagte der Bundespolizei-Sprecher Christian Altenhofen. In den "sensiblen Bereichen des Flughafens" würden besondere verdeckte und auch offene Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Genauere Angaben machte Altenhofen nicht. "Brüssel spielt auf jeden Fall weiter eine Rolle."

abl/dpa

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