Hamburg - Schauspieler Hugh Grant war gekommen, Kronprinz Felipe aus Spanien ebenfalls. Beide besuchten das Fußballendspiel der Europa League in Hamburg. Und trugen dazu bei, dass am Mittwoch am Flughafen der Hansestadt der Ausnahmezustand herrschte.
Denn neben den Promis kamen insgesamt 25.000 Fans aus England und Spanien, um das Spiel zwischen Atlético Madrid und dem FC Fulham zu sehen. Hundert zusätzliche Maschinen landeten am Mittwoch auf dem Hamburger Airport. Das überforderte die Abstellkapazitäten - und eine Start- und Landebahn wurde zum riesigen Parkplatz. Eine Sprecherin des Flughafens erklärte die ungewöhnliche Maßnahme damit, dass die Fußballfans so direkt nach dem Abpfiff zurückfliegen könnten.
Allerdings kam es durch die Sperrung von einer der beiden Bahnen zu erheblichen Verspätungen. "So etwas habe ich noch nie erlebt, dass ein Fußballspiel wichtiger ist als ein geordneter Flugverkehr", schimpfte ein Lufthansa-Pilot, der in Stuttgart eineinhalb Stunden warten musste.
Seit acht Uhr morgens wurde am Mittwoch der gesamte Flugverkehr in Hamburg nur über eine Bahn abgewickelt. Mehr als 300 Busse brachten die Fans nach dem Spiel wieder zum Flughafen. Da das Nachtflugverbot aufgehoben worden war, konnten rund 50 Maschinen starten, sagte eine Sprecherin des Flughafens.
Inzwischen seien alle Fans abgereist, sofern sie nicht in Hamburg übernachten wollten. Im übrigen Flugverkehr komme es am Donnerstag noch zu Verspätungen. Insgesamt waren in der Nacht 1500 Beschäftigte am Flughafen im Einsatz, von der Polizei bis zu den Einzelhändlern.
cte/kgp/dpa
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