Flughafen Kattowitz: Deutscher mit Handgranaten-Feuerzeug löst Großalarm aus

Dass Messer, Handfeuerwaffen und Wasserflaschen nicht ins Handgepäck gehören, dürfte sich herumgesprochen haben. Auch keine gute Idee ist es, am Flughafen ein Feuerzeug in Form einer Handgranate im Koffer zu haben - wie ein deutscher Tourist feststellen musste.

Warschau - Ein 13-jähriger Deutscher hat mit einem Feuerzeug in Granatenform die Räumung des Flughafens von Kattowitz (Katowice) ausgelöst. Rund tausend Fluggäste und Angestellte mussten das Gebäude verlassen, nachdem das Sicherheitspersonal einen Gegenstand in Granatenform in einem Koffer entdeckt hatte, wie ein Flughafensprecher am Mittwoch mitteilte.

Etwa 80 Feuerwehrleute und Angehörige einer Anti-Terror-Einheit waren demnach im Einsatz. Vier internationale Flüge verspäteten sich.

Der Junge habe das Feuerzeug als Souvenir während einer Klassenfahrt in Polen gekauft, sagte der Sprecher. Er sei auf der Heimreise nach Dortmund gewesen. Die Behörden stellten das Feuerzeug sicher. Gegenstände, die wie eine Waffe aussehen, sind in Flugzeugen verboten. Welche Konsequenzen dem Jungen nun drohen, war zunächst nicht bekannt.

Bombenalarm über Rumänien

Auf einem Flug von Rumänien nach England kam es ebenfalls zu einem Zwischenfall. Wegen eines falschen Bombenalarms musste ein Passagierflugzeug umkehren. Etwa 15 Minuten nach dem Start vom Flughafen der westrumänischen Stadt Timisoara habe ein Anrufer vor einer Bombe an Bord gewarnt, daraufhin sei die Maschine der Gesellschaft Wizz Air mit 165 Passagieren an Bord zurückgerufen und evakuiert worden, teilte eine Flughafensprecherin am Mittwoch mit.

Es sei jedoch kein Sprengsatz entdeckt worden. Mit siebenstündiger Verspätung sei die Maschine dann wieder gestartet. Ermittler nahmen einen 48-jährigen Rumänen als Tatverdächtigen fest.

sto/apn/AFP

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  • Datum: Mittwoch 17.03.2010 | 15:25 Uhr
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