Störaktionen in Großbritannien Londoner Flughafen Gatwick nach Drohnen-Alarm wieder offen

Der seit Tagen wegen umherfliegender Drohnen behinderte Flugverkehr des Londoner Airports Gatwick soll an diesem Samstag wieder zum Normalbetrieb zurückkehren.

DPA


Nach der Festnahme zweier Verdächtiger soll der tagelang durch umherfliegende Drohnen lahmgelegte Londoner Großflughafen Gatwick wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. "Unsere Start- und Landebahn ist offen und wir streben für Samstag einen vollständigen Planbetrieb an", hieß es am Morgen auf der Webseite des Flughafens. Wenige Stunden zuvor hatten die Ermittlungen zu den gezielten Drohnen-Störaktionen zur Festnahme zweier Verdächtiger geführt.

Insgesamt waren am Freitag etwa 25.000 Reisende von Flugstreichungen betroffen. Von 837 geplanten Flügen am zweitgrößten britischen Flughafen fielen mindestens 155 aus. Passagiere wurden gebeten, sich vor der Anreise nach Gatwick bei ihrer Airline zu informieren, ob ihr Flug stattfindet. Insgesamt wurden seit Mittwochabend durch die Störaktionen die Reisepläne von gut 150.000 Menschen durchkreuzt.

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Drohne über London-Gatwick: Airport streicht alle Flüge

Die Sicherheit sei inzwischen durch Abwehrmaßnahmen des Militärs gewährleistet, hatte Gatwick-Betriebsdirektor Chris Woodroofe der BBC vor der erneuten Störung am Freitag gesagt. Zu welchen Mitteln die Armee dabei greift, dürfe er nicht preisgeben. Etwa 40 Mal waren die Drohnen zuvor über dem Flughafen gesichtet worden. Es handelt sich dabei nach Angaben der Polizei um Drohnen für den professionellen Gebrauch.

Der Abschuss der Drohnen war lediglich als "taktische Option" in Erwägung gezogen worden. Die Gefahr durch fehlgeleitete Geschosse sei zu groß, sagte Verkehrsminister Grayling. "Man kann nicht einfach aufs Geratewohl Waffen in einem bebauten Gebiet um den Flughafen abfeuern. Das hätte Konsequenzen, wenn es schief ginge", sagte Grayling.

Von Mittwochabend bis Freitagmorgen war in Gatwick - abgesehen von einer dreiviertelstündigen Unterbrechung - kein einziges Flugzeug mehr gelandet oder gestartet. Ankommende Maschinen mussten umgeleitet werden und teils Hunderte Kilometer entfernte Airports wie Amsterdam und Paris ansteuern.

Mit mehr als 45 Millionen beförderten Passagieren im vergangenen Jahr ist Gatwick der siebtgrößte Flughafen in der EU - und der zweitgrößte Großbritanniens, hinter dem europaweiten Spitzenreiter London-Heathrow.



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