Zum WM-Auftakt Bodenpersonal an Rios Flughäfen streikt

Pünktlich zum ersten Tag der Fußball-WM werden die Flughäfen in Rio de Janeiro bestreikt. Im Kampf um bessere Gehälter legt das Bodenpersonal seine Arbeit nieder. Wie viele Angestellte sich an dem Streikt beteiligen, ist noch unklar.

Reisende am Galeão-Flughafen von Rio: "Konsequenzen" angekündigt
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Reisende am Galeão-Flughafen von Rio: "Konsequenzen" angekündigt


Rio de Janeiro - Ein Teil des Bodenpersonals an den Flughäfen von Rio de Janeiro legt am WM-Eröffnungstag die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft SIMARJ kündigte für Donnerstag einen 24-stündigen Ausstand der Beschäftigten am Airport Santos Dumont sowie am internationalen Flughafen Galeão an.

Das Bodenpersonal habe sich "nach neun Monaten intensiver, aber erfolgloser Verhandlungen" für den Ausstand entschieden, teilte die Gewerkschaft mit. Sie verlangt für ihre Mitglieder bis zu zwölf Prozent mehr Lohn, Bonuszahlungen für die WM und bessere Arbeitsbedingungen.

Wie viele Mitarbeiter sich an dem Streik beteiligen, ist bislang unklar. An ein Gerichtsurteil, wonach 80 Prozent der Angestellten ganz normal zur Arbeit gehen müssen, will sich die Gewerkschaft nach eigenen Angaben halten. Gewerkschaftschef Rui Pessao rechnet aber trotzdem mit "Konsequenzen".

Busfahrer-Streik in São Paulo abgewendet

In der WM-Eröffnungsstadt São Paulo wurde unterdessen ein neuer Streik der U-Bahn-Fahrer abgewendet. Die zuständige Gewerkschaft beschloss am Mittwochabend, den Ausstand nicht fortzusetzen. Sie wird aller Voraussicht nach das Angebot für eine Lohnerhöhung von 8,7 Prozent annehmen. Zum Schluss hatte die Gewerkschaft noch die Rücknahme von rund 40 Kündigungen verlangt, die im Lauf des Streiks ergangen waren. Das lehnten die Arbeitgeber aber ab.

Vergangene Woche hatte ein mehrtägiger Streik der U-Bahn-Fahrer zu einem Verkehrschaos in der Elf-Millionen-Metropole geführt. Über die Hälfte der 65 Metrostationen blieb zeitweise geschlossen. Gouverneur Geraldo Alckmin hatte die Gewerkschaft eindringlich davor gewarnt, den Streik am WM-Eröffnungstag wieder aufzunehmen.

Unterdessen droht in der WM-Stadt Natal im Nordosten Brasiliens ein Verkehrschaos, weil dort die Busfahrer streiken. Wie Gewerkschaftsführer Paulo Cesar Ferreira sagte, sind Busse und Mini-Busse von dem Ausstand betroffen - die einzigen öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt. In Natal werden vier WM-Spiele ausgetragen, darunter die Begegnung zwischen Mexiko und Kamerun am Freitag.

rls/dpa/AFP



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