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Flugsicherheit: Was Passagiere jetzt erwartet

Deutschland verschärft die Kontrollen an Flughäfen - und ist damit nicht allein. Wegen der Angst vor einem erneuten Anschlagsversuch müssen sich Passagiere weltweit auf verstärkte Sicherheitschecks einstellen. SPIEGEL ONLINE zeigt, was Fluggäste erwartet.

dpa

Deutschland - mehr Leibesvisitationen

Passagier- und Handgepäckkontrollen werden in Deutschland nach dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug "zielgerichtet" erhöht, teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag in Berlin mit. Der Minister bat Fluggäste um Verständnis für die intensiveren Kontrollen und riet, möglichst wenig Handgepäck mitzunehmen.

Die Bundespolizei hatte bereits am Montag verstärkte Leibesvisitationen angekündigt. Eine Sprecherin erklärte auf MDR Info, der Vorfall in Detroit habe gezeigt, dass Fluggäste gefährliche Stoffe am Körper tragen könnten. Deshalb seien persönliche Nachkontrollen wichtig, zum Beispiel mit einem Handscanner. Bisher sei das nur vereinzelt der Fall gewesen.

Auch die Lufthansa verschärfte ihre Sicherheitsvorkehrungen und riet Passagieren mit Flugziel USA, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Einzelheiten der verschärften Kontrollen nannte ein Sprecher nicht. "Vor und hinter den Kulissen gibt es ein paar Änderungen." Der Frankfurter Flughafen kündigte an, dass sich dort vor allem USA-Reisende auch in den kommenden Tagen auf längere Wartezeiten einstellen müssen.

Die Sprecherin von Innenminister Thomas de Maizière betonte, dass auch die anderen europäischen Länder die Standards bei der Passagier- und Handgepäckkontrolle erhöhen würden. Wie Flughäfen weltweit sich auf neue Situation einstellen, sehen Sie im Überblick von SPIEGEL ONLINE.

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Forum - Bomben im Flugzeug - müssen die Sicherheitsrichtlinien neu definiert werden?
insgesamt 1921 Beiträge
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1. Dass die Amis beknackt sind,...
Sapientia, 27.12.2009
ist ja allgemein bekannt. Die Beknacktesten jedoch empfinden es bereits als Auszeichnung in Uniform die dicke Hose bei der Immigration und dergleichen zu geben. Die werden jetzt wieder eine Hochzeit erleben - insofern liegen Sie auch richtig.
2. es stinkt
archelys, 27.12.2009
Zitat von sysopNach dem gescheiterten Attentat auf Flug 253 stellen sich neue Fragen nach den Sichherheitsrichtlinien im Flugverkehr. Müssen strengere Kontrollen eingeführt werden?
Ich halte auch das für eine inszenierte Geschichte, damit "ahnungslose" Rundfunk-,Fernsehen- und Zeitungsredakteure ihren Hörern und Lesern etwas Neues über die "permanente Terrorgefahr" berichten können.
3. Flüssigsprengstoff
Andreas58 27.12.2009
Nach Abgabe aller Flüssigkeiten, kann man sich dann nach dem einchecken alle Flüssigkeiten der Welt über diverse Läden auf jedem Airport beschaffen. Seit dieser Maßnahme kann ich nur noch über das Gelaber feixen. Es ist alles nur ein Fake, ich glaube "denen" kein Wort, weder Vogelgrippe, Afghanistan oder Umweltmärchen.
4. Die spinnen, die Amis ...
maan, 27.12.2009
Zitat von sysopNach dem gescheiterten Attentat auf Flug 253 stellen sich neue Fragen nach den Sichherheitsrichtlinien im Flugverkehr. Müssen strengere Kontrollen eingeführt werden?
Manchmal scheint es, als hielten die Amis den Rest der Welt für ziemlich bekloppt. Tatsächlich frage ich mich, ob nicht zumindest die amerikanische Administration (nicht jeder Ami!) reichlich autistisch und geistig beschränkt agiert. Wem immer, wann immer, das möglich ist, sollte die USA weiträumig umfliegen. Leider kenne ich nicht den Stellenwert des Tourismus in den USA. Wäre ja zumindest ein deutliches Signal, wenn der spürbar zurückginge! Geschäftliche und wissenschaftliche Kontakte lassen sich sicher auch ohne Treffen in den USA pflegen.
5. Während des Anfluges?
Querkopf_9 27.12.2009
Wird den überhaupt nicht mehr vernünftig recherchiert oder wird einfach alles von der schreibenden Zunft übernommen was ihnen vorgesetzt wird? Ich vermisse das "Hinterfragen"! Wieso in aller Welt hat er die Maschine nicht hoch über den Wolken zur Explosion gebracht? Wieso beim Landeanflug? Macht keinen Sinn! Wenn man mal bedenkt welch Meisterstück die Quaida am 11.9 vollbracht hat und was dannach an Dillentatismus geboten wurde komme ich echt ins Grübeln? Spiegel Redakteure scheinbar nicht!
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Vereitelter Anschlag auf US-Flugzeug: Aufregung in Detroit

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Umstrittener Check am Flughafen: Scannen bis auf die Haut
Nacktscanner
Was ist der Vorteil eines Nacktscanners?
Körperscanner sind Geräte, mit denen die Oberfläche des menschlichen Körpers unter der Kleidung abgebildet werden kann. So sollen versteckte Gegenstände sichtbar gemacht werden - etwa Sprengstoff oder sogenannte Nichtmetallwaffen wie Keramikmesser, die bei herkömmlichen Scannern unerkannt bleiben.
Wie funktioniert das Gerät?
REUTERS/ TSA
Für die Nacktscanner gibt es zwei technische Methoden: Röntgenstrahlen und die Terahertzstrahlen. Bei der Röntgenmethode ist die mittlere Gesamtstrahlenbelastung geringer als beim konventionellen Röntgen. Die dabei anfallende Strahlung entspricht nach Angaben der US-Flugsicherheitsbehörde TSA in etwa der Dosis, der ein Passagier innerhalb von zwei Minuten in einem Flugzeug auf Reiseflughöhe ausgesetzt ist.

Die Terahertzmethode setzt elektromagnetische Strahlung im Grenzbereich zwischen Infrarotlicht und Mikrowellenstrahlung ein. Die sogenannten T-Wellen sind Teil der natürlichen Wärmestrahlung. Bis vor wenigen Jahren waren diese technisch noch gar nicht zugänglich. Die Terahertzmethode wird untergliedert in eine aktive und eine passive Form. Bei der aktiven Methode scannt ein fokussierter Strahl den Körper ab und konstruiert aus der Rückstreuung ein Bild. Bei der passiven Methode wird nur die natürliche Wärmestrahlung des menschlichen Körpers erfasst, wodurch ein Bild ohne anatomische Details erzeugt wird. Im Vergleich zur Röntgenmethode ist die auf den menschlichen Körper wirkende Energie bei der aktiven Terahertzmethode wesentlich geringer, im Passivmodus wirkt sogar überhaupt keine Strahlenquelle auf den Körper.
Warum ist der Scanner umstritten?
Datenschützer halten den flächendeckenden Einsatz von Scannern für unverhältnismäßig. Besonders kritisiert wird an den Geräten, dass die erzeugten Nacktbilder die Privatsphäre oder sogar die Menschenwürde verletzen. Außerdem können die Scanner keine Substanzen oder Gegenstände erkennen, die in Körperöffnungen wie Mundhöhle, Gehörgang oder Rektum eingeführt wurden.
Wird der Körperscanner in Europa eingesetzt?
Sogenannte Nacktscanner werden in der EU bislang nur zu Testzwecken eingesetzt. Die EU-Kommission erklärte zwar im Herbst 2008, den Einsatz dieser Geräte an Flughäfen zulassen zu wollen, doch das Europaparlament stoppte das Vorhaben. In Deutschland begannen im Dezember 2008 Laborversuche bei der Bundespolizei, ab September 2010 sollen erste freiwillige Tests am Hamburger Flughafen stattfinden.

DPA
Eine neue Generation von Scannern wird derzeit in Amsterdam, London und Zürich getestet - ebenso wie in Moskau und US-amerikanischen Städten. Laut Experten sind diese Geräte vollkommen automatisiert. Die Scanbilder von unbekleideten Körpern bekommt - angeblich zumindest - kein anderer Mensch mehr zu sehen, sondern nur noch der Computer. Sobald dem Rechner an einem Körper etwas gefährlich erscheint, sendet er eine Warnmeldung.