Bahn Schweres Unwetter legt Verkehr in Frankfurt lahm

Wer heute durch Frankfurt gereist ist, musste sich eine Weile gedulden: Hauptbahnhof und Flughafen waren wegen eines Unwetters mit Starkregen, orkanartigen Böen und Hagel gesperrt.

ANTIN/EPA/REX/Shutterstock

Wegen eines heftigen Unwetters war der öffentliche Verkehr im Raum Frankfurt am Dienstag weitestgehend lahm gelegt. Der Hauptbahnhof war am Nachmittag für rund eine halbe Stunde gesperrt. Auch am Frankfurter Flughafen ruhte eine Weile die Arbeit. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für das Rhein-Main-Gebiet eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe drei im vierstufigen Warnsystem herausgegeben. Voraussichtlich bis 16 Uhr müsse mit schwerem Gewitter, orkanartigen Böen und Starkregen gerechnet werden, hieß es.

Auf Twitter waren Fotos und Videos von starkem Regen und dunklen Wolken zu sehen, die sich über Frankfurt zusammenziehen.

"Die Passagiere sitzen seit etwa 14.45 Uhr im Frankfurter Hauptbahnhof fest, sie können die Züge verlassen und sich im Bahnhof bewegen", sagte ein Deutsche-Bahn-Sprecher. Über die Lautsprecher seien sie über die Wetterlage auf dem Laufenden gehalten worden. Die Sperrung betraf auch den S-Bahnverkehr.

Um 15.20 Uhr sei der Zugverkehr dann wieder langsam angerollt, sagte der Sprecher. Bis man wieder im Regelbetrieb sei, werde es aber noch eine Weile dauern. Über Schäden sei ihm bislang nichts bekannt, sagte der Sprecher.

Auch der Frankfurter Flughafen hatte kurzzeitig wegen des Unwetters die Arbeit unterbrechen müssen. "Von 14.33 Uhr bis 15.10 Uhr gab es eine Nullsteuerung", sagte eine Sprecherin des Frankfurter Flughafens. Das bedeute, dass Flugzeuge, die noch in der Luft seien, zwar möglichst noch landen können, sie werden dort aber demnach nicht abgefertigt, um die Vorfeldmitarbeiter nicht zu gefährden. "Jetzt nehmen wir langsam den Betrieb wieder auf und versuchen, die Verspätungen nachzuholen." Es habe 21 Annullierungen gegeben.

Auf seiner Website warnte der Flughafenbetreiber Fraport, es könne witterungsbedingt zu Flugausfällen kommen. Passagieren wurde geraten, sich mit ihren Airlines in Verbindung zu setzen und früh anzureisen.

Die Frankfurter Feuerwehr berichtete via Kurznachrichtendienst Twitter zunächst von etwa 160 Einsätzen wegen des Unwetters. Dabei handele es sich vor allem um umgestürzte Bäume und Wasser in Gebäuden. Berichte über Verletzte oder größere Schäden lagen zunächst nicht vor.

kry/dpa



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