Frankfurter Flughafen Bundespolizei testet neue Passagierkontrollen

Die lästigen Wartezeiten sollen sich verringern: Am Frankfurter Flughafen hat die Bundespolizei neuartige Kontrollspuren für Passagiere in Betrieb genommen.

Sicherheitsüberprüfung eines Fluggastes auf den neuen Passagierkontrollspuren
DPA

Sicherheitsüberprüfung eines Fluggastes auf den neuen Passagierkontrollspuren


Am Frankfurter Flughafen hat die Bundespolizei mit dem Test neuer Kontrollspuren begonnen, um die Passagiere schneller in den Sicherheitsbereich zu leiten. An mehreren Stellen im Kontrollprozess haben die Fluggäste Gelegenheit, langsamere Passagiere zu überholen.

So können etwa an den beiden Kontrollspuren im Terminal 1 am Flugsteig A Passagiere an mehreren Einlegepositionen ihr Handgepäck zeitgleich auflegen, teilte die Bundespolizei mit. Bislang müssen sie dies nacheinander erledigen. Auch stünden für die Auswertung der Röntgenbilder und die manuelle Nachkontrolle mehr Arbeitsplätze zur Verfügung als bisher.

Die neuen Prüflinien haben allerdings einen größeren Platzbedarf als die herkömmlichen, wie die Behörde bestätigte. Wo nun in einem Teilbereich des Flugsteigs A zwei Spuren angeboten werden, waren früher vier eingerichtet.

Der Personaleinsatz bleibe auf der Fläche unverändert, sagte Bundespolizeisprecher Reza Ahmari. Man hoffe, mit der neuen Anordnung letztlich mehr Passagiere abfertigen zu können. Genaue Zielvorgaben gebe es nicht.

Nach erheblichen Staus und Wartezeiten im Sommer hatten die Flughäfen mit dem Frankfurter Betreiber Fraport an der Spitze Reformen verlangt, um die Passagierkontrollen zu beschleunigen. Sie wollen auch den Einsatz der privaten Sicherheitsdienste anstelle der Bundespolizei koordinieren. Hierzu wären aber Änderungen im Luftsicherheitsgesetz notwendig.

Mitarbeiter der Flughafensicherheit durchsuchen Gepäckstücke bei der Vorstellung der neuen Kontrollspuren
DPA

Mitarbeiter der Flughafensicherheit durchsuchen Gepäckstücke bei der Vorstellung der neuen Kontrollspuren

Laut Ahmari sollen die neuen Kontrolllinien auch in dem geplanten Anbau am Terminal 1 sowie in einigen Jahren auch im neuen Terminal 3 im Süden des größten deutschen Flughafens eingesetzt werden.

Zunächst ist ein Testlauf von vier Wochen geplant, in denen man lernen wolle, sagte der Projektleiter und Hauptkommissar Michael Kraft. "Irgendwann werden wir dann auf den Regelbetrieb umschalten."

Im Video: Einfuhr verboten? Postkontrolle beim Flughafen Frankfurt

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abl/dpa

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