Frankreich: Kabeldiebe bringen Ärger für Zehntausende TGV-Passagiere
Massive Einschränkungen im französischen Zugverkehr: Wegen eines Kabeldiebstahls waren rund 200 TGV-Züge mit Verspätung unterwegs - betroffen war die wichtige Trasse zwischen Paris und Lyon.
Rund 60.000 Bahnreisende in Frankreich haben am Donnerstag Verspätungen hinnehmen müssen, weil Unbekannte ein Kupferkabel des Hochgeschwindigkeitszuges TGV gekappt hatten. Wie die Staatsbahn SNCF mitteilte, wurde das Kabel in der Nacht auf der Strecke Paris-Lyon durchtrennt.
Betroffen waren rund 200 TGV-Züge auf der wichtigen Verbindung bis zum Mittelmeer. Auch auf der Hochgeschwindigkeitstrasse Rhein-Rhône sei mit Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden zu rechnen. Auf dieser Strecke verkehrt auch ein TGV, der Frankfurt am Main via Straßburg mit Marseille verbindet.
Die Täter durchtrennten das Kabel ersten Erkenntnissen zufolge mit Spezialwerkzeugen. Unklar war, ob es sich um einen Sabotageakt handelte oder ob die Täter einen Diebstahl vorbereiteten. Kupferkabel sind wegen der hohen Metallpreise eine beliebte Diebesbeute. Nach Angaben der SNCF begannen rund 50 Techniker bereits in der Nacht mit den Reparaturarbeiten. Mit Verspätungen war demnach den ganzen Donnerstag über zu rechnen.
sto/AFP
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