Freigepäck Lufthansa erhöht Maximalgewicht

Mehr Gewicht, dafür weniger Koffer - die Lufthansa ändert ihr Konzept für Freigepäck. Kunden der Economy Class dürfen künftig drei Kilogramm mehr aufgeben, ohne Gebühren zu zahlen. Dafür aber muss alles in ein Gepäckstück passen.

Check-in am Frankfurter Flughafen: Nur noch ein Koffer gilt bei Lufthansa als Freigepäck
DPA

Check-in am Frankfurter Flughafen: Nur noch ein Koffer gilt bei Lufthansa als Freigepäck


Frankfurt am Main - Lufthansa-Kunden dürfen künftig schwerere Koffer mitnehmen. Im Gegenzug wird auf Flügen, die ab dem 1. Juni gebucht werden, die Zahl der Gepäckstücke begrenzt. So können Passagiere in der Economy Class laut der Fluggesellschaft nur noch einen Koffer am Check-in aufgeben, der dafür aber bis zu 23 Kilogramm auf die Waage bringen darf. Bisher waren beliebig viele Gepäckstücke erlaubt, die in der Summe bis zu 20 Kilogramm schwer sein durften.

Wer mit der Freimenge nicht auskommt, muss zahlen: 50 Euro kostet das erste zusätzliche Gepäckstück in der Economy Class, sofern es nicht mehr als 23 Kilogramm wiegt. Darüber hinaus kostet jedes weitere Stück 50 Euro in Europa und 150 Euro auf Langstreckenflügen. Bislang war der Preis fürs Übergepäck nach Kilogramm berechnet worden.

Die neue Regelung für ab 1. Juni gekaufte Flugscheine sei für die Kunden einfacher und nachvollziehbarer, sagte Lufthansa-Sprecher Boris Ogursky. Vorteil für das Unternehmen könne die geringere Zahl an Gepäckstücken sein, die vor dem Start im Flugzeug verstaut und nach der Landung wieder ausgeladen werden müssen. Außerdem gleiche Lufthansa damit seine Gepäckbestimmungen an die Handhabung bei ihren US-Partnern an.

Das sogenannte Stückkonzept galt bisher schon auf Nordatlantik-Strecken und wird nun für alle Lufthansa-Flüge und die Konzerntochter Austrian Airlines eingeführt. Die anderen Verbund-Airlines hätten sich noch nicht entschieden, sagt Ogursky.

96 Kilogramm Freigepäck in der First Class

In Business und First Class sind die neuen Regeln weitaus großzügiger. Allerdings sind auch in den teureren Klassen nicht mehr beliebig viele Gepäckstücke erlaubt. In der Business Class können künftig zwei Gepäckstücke mit jeweils 32 Kilogramm Gewicht kostenlos aufgegeben werden, zusammen also 64 Kilogramm. Bisher waren 30 Kilogramm frei. First-Class-Reisende können drei Koffer oder Reisetaschen bis jeweils 32 Kilogramm in den Frachtraum laden lassen; für sie erhöht sich das Freigewicht von 40 Kilogramm auf 96 Kilogramm.

Die Regeln zum Handgepäck ändern sich nicht. Reisende dürfen weiterhin in der Economy Class eine Tasche à acht Kilogramm ins Flugzeug mitnehmen, Passagiere auf teureren Sitzen zwei Stücke desselben Gewichts.

jus/dpa/dapd/AFP



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insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
mm01 16.05.2011
1. ....
Zitat von sysopMehr Gewicht, dafür weniger*Koffer - die Lufthansa ändert ihr Konzept für Freigepäck. Kunden der Economy Class dürfen künftig drei Kilogramm mehr aufgeben, ohne Gebühren zu zahlen. Dafür aber muss alles in ein Gepäckstück passen. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,762896,00.html
Es wäre besser, wenn das sog. Handgepäck etwas eingeschränkt würde. Manchmal landet "Handgepäck" in Koffergröße über den Köpfen der Passagiere. Bei BA sind 23 kg längst erlaubt.
Annunaki 16.05.2011
2. es wäre schön...
...wenn es zu einer einheitlichen Regelung unter allen Airlines käme. Zudem finde ich bez. des Freigepäcks auch den Gedanken der personenbezogenen "Eigengewichtberücksichtigung" nicht verkehrt. Es geht ja schließlich um die Relation Kerosinkosten/Startgewicht. Und last but not least, wie sieht es mit den Gepäckwaagen an den Airports aus, sind die eigentlich geeicht?
andramoiennepe 16.05.2011
3. Gesamtgewicht
Es ist absolut nicht einzusehen, weshalb ein leichter Mensch, der ein paar Kilo zuviel Gepäck dabei hat, einen Aufschlag zahlen soll, aber ein Schwergewicht mit wenig Gepäck ohne Aufschlag befördert wird. Die einzige relevante Größe ist das Gesamtgewicht = Passagier + Handgepäck + Gepäck für den Laderaum. Ein sinnvolles Limit wären 120 Kg - das reicht völlig für den normalen Reisenden. Füllige, die bereits durch ihr Körpergewicht dieses Maß überschreiten, sollten bei leichter Überschreitung einen Zuschlag zahlen (erhöhter Treibstoffverbrauch) bzw. bei starker Überschreitung kostenpflichtig in die geräumigere Erste Klasse eingewiesen werden - das ist schon im Hinblick auf Passagiere gerechtfertigt, die unter ihren "überbordenden" Mitreisenden schwer zu leiden haben (Enge, unerwünschter Körperkontakt, Schnaufen, Schwitzen ...).
ToertjeX 16.05.2011
4. Gewichtsklassen
Ich bin für die Einführung von gewichtsabhängigen Ticketgebühren für Passagiere. Oder zumindest einen Gewichtszuschlag für Leute ab meinetwegen 90 kg. Ab ca. 120 kg sollten doppelte Ticketpreise verlangt werden, die betroffenen Personen dann aber auch 2 Sitzplätze bekommen - das würde auch den Mitreisenden zu Gute kommen
semper fi, 16.05.2011
5. -
Zitat von mm01Es wäre besser, wenn das sog. Handgepäck etwas eingeschränkt würde. Manchmal landet "Handgepäck" in Koffergröße über den Köpfen der Passagiere. Bei BA sind 23 kg längst erlaubt.
Steht im Artikel: Bis 8 kgs. Manchmal wird's tatsächlich gewogen.
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