Friesische Bahnhofsschilder Im Zug nach Weesterlön

Reisende nach Sylt können demnächst am Bahnhof namens Weesterlön getrost aussteigen, sie sind richtig. Die Haltestelle Westerland wird lediglich ein zusätzliches Schild in friesischer Sprache erhalten - ebenso wie sieben weitere Bahnhöfe in Nordfriesland.


Hamburg - Ab Ende der Woche werden an acht Bahnhöfen in Nordfriesland zusätzliche Namensschilder in friesischer Sprache hängen. Zum ersten Mal montiert die Bahn damit auf freiwilliger Basis zusätzliche Schilder in einer regionalen Sprache.

So erhält der Bahnhof Westerland (Sylt) ein Schild mit der Aufschrift Weesterlön (Söl), wie die Deutsche Bahn in Hamburg mitteilte. Husum wird auch mit Hüsem beschildert, Bredstedt mit Bräist, Niebüll mit Naibel, Morsum mit Muasem. In Keitum wird auch ein Schild "Kairem" hängen, in Langenhorn "e Hoorne" und in Klanxbüll "Klangsbel" . Mit Schautafeln werden Bahnfahrer zudem über die friesische Kultur und die Sprache informiert.

In Nordfriesland und auf Helgoland sprechen rund 10.000 Menschen Nordfriesisch. Die Idee des 40.000 Euro teuren Projekts geht zurück auf Gespräche des Friesenrats mit der Deutschen Bahn und wird überwiegend aus Bundesmitteln finanziert.

Die Bahn hat bereits im Siedlungsgebiet der Sorben in der Lausitz die Ortsnamen auf sorbisch ergänzt, folgte damit aber einer gesetzlichen Regelung.



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