Gaza-Krieg Veranstalter sagen weitere Israel-Reisen ab

Eine Waffenruhe ist im Gaza-Krieg nicht in Sicht, und die Reiseveranstalter gehen auf Nummer sicher. Jetzt haben viele Anbieter auch für September ihre Israel-Touren abgesagt.

Strand in Tel Aviv: Viele Urlaubsanbieter haben weitere Israel-Reisen abgesagt
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Strand in Tel Aviv: Viele Urlaubsanbieter haben weitere Israel-Reisen abgesagt


Berlin - Zahlreiche Reiseanbieter haben angesichts des andauernden Nahostkonflikts weitere Israel-Touren abgesagt: Der Veranstalter TUI setzt alle geplanten Rundreisen mit Abreise bis zum 29. September aus. Die Kunden seien darüber bereits informiert, sie könnten kostenlos umbuchen oder stornieren, so eine Sprecherin des Unternehmens.

Gäste, die lediglich eine Pauschalreise oder ein Hotel in diesem Zeitraum gebucht haben, sollten ihre Reisepläne noch einmal überdenken. Auch für sie besteht die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung oder Stornierung.

Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen haben ebenfalls weitere Rundreisen abgesagt. Hier wurde der Stichtag zunächst auf den 10. Oktober festgelegt, teilt eine Sprecherin von DER Touristik mit, unter dessen Dach die Veranstalter vereint sind. Die Kunden seien informiert und dürfen kostenlos umbuchen oder stornieren.

Studiosus plant die nächsten Israel-Reisen ab dem 9. Oktober. Ob sie durchgeführt werden, will der Veranstalter bis spätestens einen Monat vor Abreise entscheiden. Grundsätzlich hätten die Gäste das Recht, Israel-Reisen bis vier Wochen vor Abreise kostenlos umzubuchen oder zu stornieren, so das Unternehmen auf seiner Webseite.

Biblische Reisen teilt mit, dass es Gäste, die Israel-Reisen für den Herbst 2014 gebucht haben, rechtzeitig über deren Durchführbarkeit informieren will. Bei Katalogreisen bis Ende Oktober falle diese Entscheidung drei Wochen vor dem Abreisetermin.

Israel zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen an, darunter waren 2013 auch 254.000 Deutsche. Allerdings gefährdet der anhaltende bewaffnete Konflikt mit den Palästinensern den Tourismus. Das Auswärtige Amt hat für den Gaza-Streifen eine Reisewarnung herausgegeben. Israel-Reisende sollten sich über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen informieren und Medienberichte über aktuelle Entwicklungen verfolgen.

jkö/dpa

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