Moskau - Eine 29-jährige Frau hat auf dem Flug von der ukrainischen Stadt Simferopol nach Moskau ein Kind zur Welt gebracht. Laut russischen Medienberichten überlebte das Baby die Frühgeburt nur, weil eine ausgebildete Krankenschwester unter den Passagieren war.
25 Minuten nach dem Start der Maschine war die Fruchtwasserblase der Schwangeren geplatzt und die Wehen hatten eingesetzt. Der Aeroflot-Kapitän setzte kurzerhand zur Notlandung in Charkiw in der Ukraine an. Die Crew und eine Masseurin mit einer Ausbildung als Krankenschwester halfen derweil der bereits dreifachen Mutter bei der Geburt. Nach Angaben des russischen TV-Senders RT kam das Kind innerhalb von weniger als zwölf Minuten zur Welt.
Die Masseurin bemerkte jedoch, dass das Frühchen nicht atmete. Sie erinnerte sich daran, dass Ärzte in solchen Fällen eine Pumpe benutzen, um die Atemwege von Neugeborenen von Flüssigkeit zu befreien. Spontan saugte sie mit dem Mund den Schleim ab. Doch das Baby zeigte noch immer kein Lebenszeichen. Die Passagierin begann eine Herzmassage - und das kleine Mädchen begann, leise zu weinen.
Ärzte in Charkiw erklärten später, dass das Kind nur mit Hilfe dieser Maßnahmen hatte überleben können. Laut Aeroflot geht es Mutter und Tochter (1,05 Kilogramm) den Umständen entsprechend gut.
Normalerweise erlauben die meisten internationalen Airlines gesunden Schwangeren das Fliegen bis zum Ende der 35. beziehungsweise 36. Woche. Nach diesem Zeitpunkt ist ein Boarding häufig nur mit einem ärztlichen Attest möglich. Die 29-jährige Aeroflot-Passagierin befand sich maximal in der 30. Schwangerschaftswoche.
dkr
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