Spektakuläre Fußgängerbrücken Auf Händen getragen

Sie überwinden Abgründe und sind erstaunliche Konstruktionen: Auch Fußgängerbrücken können Kunstwerke sein. In Vietnam eröffnet eine "goldene Brücke", in Kanada eine für Schwindelfreie.


Cau Vang heißt die Brücke, die sich in den Bergen über der vietnamesischen Küstenstadt Da Nang über einen Abgrund schwingt: goldene Brücke. Das Besondere ist aber nicht ihre goldene Farbe, sondern vielmehr die gigantischen Hände, die sie zu tragen scheinen. Sie wirken wie aus Stein, verwittert und betagt und als ob sie zu einem Riesen gehörten, der das Konstrukt mit den winzigen Menschen darauf vorsichtig balanciert.

Geschaffen hat die Skulpturen das Unternehmen TA Landscape Architecture aus Ho-Chi-Minh-Stadt. Statt aus Stein oder Fels bestehen sie aus Stahlgeflecht und Fiberglas. Die 150 Meter lange , im Juni eröffnete Brücke im Truong-Son-Gebirge soll Besucher in den kleinen Erholungsort Bà Nà Hills bringen.

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Spektakuläre Fußgängerbrücken: Riesenhände und Riesenabgründe

Das Urlaubsresort in der kühlen Höhenlage wurde 1919 von den Franzosen gegründet, später verfiel es. Seit der Tourismus in Vietnam boomt, bauten Investoren den Ort aus, eine Gondelseilbahn führt seit 2009 auf 1485 Meter. Dort gibt es inzwischen drei Hotels und eine Pagode.

Touristikverbände und Investoren setzen in vielen Städten und Urlaubsregionen der Welt auf solche spektakulären Konstruktionen. In Zeiten von Instagram und Selfie-Rausch können sie sicher sein, dass solche Orte schnell bekannt werden. In Asien etwa ist die Lucky Knot Bridge im chinesischen Changsha ein besonderer Blickfang, sowie die 300 Meter lange Helix-Brücke in Singapur.

Ein Sonderfall unter den Fußgängerbrücken stellen die schwebenden und hängenden Bauten dar. Im vergangenen Jahr eröffneten solche Brücken über dem Rappbodetal (458,5 Meter lang) und bei Zermatt (494 Meter lang).

In der Nähe des Skiorts Whistler in Kanada wurde nun eine der höchstgelegenen Brücken Nordamerikas freigegeben: Die 130 Meter lange Cloudraker Skybridge verbindet den 2182 Meter hohen Whistler-Gipfel mit dem West Ridge. Die Seilbrücke schwingt 170 Meter über dem Boden - der durch das Metallgitter der Lauffläche auch gut erkennbar ist. Nichts für Schwindelanfällige!

Cloudraker Skybridge
Mitch Winton / Coastphoto.com

Cloudraker Skybridge

abl

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insgesamt 3 Beiträge
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Olaf 01.08.2018
1.
Meiner Meinung nach fehlen die Glasbodenbrücken in China noch in der Sammlung. Bei einer wird sogar durch einen Spezialeffekt der Eindruck erzeugt das Glas auf dem man in 1000 Metern Höhe steht würde splittern. http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/panorama/Todesangst-in-über-1000-Meter-Höhe-article3674866.html
rudolfsikorsky 01.08.2018
2.
Vietnam wird derzeit von einer beispiellosen von Korruption befeuerten Bauwut heimgesucht , die immer seltsamere Blüten treibt. Besonders schlimm hat es die Insel Phu Quoc erwischt . Wo vor nicht mal 5 , 6 Jahren noch Kühe über den Strand liefen , gibt es heute riesige Hotelbauten mit angeschlossenem Freizeitpark sammt Achterbahn . Es ist schon beeindruckend, wie man mit eigenen Augen sozusagen in Echtzeit die Zerstörung unseres Planeten mitverfolgen kann.
nussig 01.08.2018
3. Oder auch ...
nicht ganz so spektakulär, aber architektonisch auch interessant: die Brücke in Essing über die Altmühl
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