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Ojos del Salado in Chile: Deutscher radelt auf höchsten Vulkangipfel der Welt

Mehr als 6000 Höhenmeter hat sich Guido Kunze auf seinem Fahrrad hochgekurbelt - dann stand der Extremsportler in Chile auf dem höchsten Vulkan der Welt. Jetzt hofft er auf einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.

Vulkan in Chile: Deutscher stellt Höhenrekord mit Rad auf Fotos
Christian Habel/dpa

Santiago de Chile/Erfurt - So hoch wie er ist noch nie jemand mit den Fahrrad geradelt. Das meint Guide Kunze, ein Extremsportler aus Thüringen, der gerade erst den Gipfel des höchsten Vulkans der Welt bezwungen hat: den Ojos del Salado. Der knapp 6900 Meter hohe Berg in der Atacama-Wüste ist zugleich der zweithöchste Berg Südamerikas.

Der aus Mühlhausen stammende Kunze erreichte nach 37 Stunden auf dem Fahrrad den Gipfel des Vulkans, wie ein Sprecher des Unterstützerteams mitteilte. Dabei hatte er auf einem speziell gebauten Fat-Bike, einem Mountainbike mit extrem breiten Reifen, rund 342 Kilometer und 6300 Höhenmeter überwunden. Ein Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde soll folgen.

Die Auffahrt wurde gefilmt, nun soll die Aktion von der Guinness-Organisation überprüft werden. Der Rekord bezieht sich auf die Höhenmeter, nicht auf die benötigte Zeit. Der 48-Jährige habe die Strapazen gut überstanden, hieß es.

Wochenlange Vorbereitungen gingen dem Rekordversuch voraus. Auch bekam Guido Kunze umfangreiche logistische Unterstützung. Zunächst konnte er der chilenischen Tourismusbehörde Sernatur zufolge noch auf einer Landstraße fahren, bevor es über einen Schotterweg steil bergauf bis zur höchsten von drei Berghütten ging, dem Refugio César Tejos auf 5750 Metern.

Von da an gab es keinen Weg mehr, der Hang des Ojos del Salado musste quasi querfeldein und teilweise über Schnee und Eis überwunden werden. Runter kam Kunze dann relativ bequem: Fahrzeuge holten ihn ab und brachten ihn zurück zur Basisstation in Bahía Inglesa.

Der Extremsportler unternahm bereits mehrere Rekordversuche. 2013 fuhr er mit dem Fahrrad etwa 600 Kilometer auf der Chinesischen Mauer; für die schnellste Durchradelung Australiens hat er bereits einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde erreicht. Das Thüringer Wirtschaftsministerium und die chilenische Tourismusbehörde Sernatur unterstützen seine Aktivitäten finanziell.

abl/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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1.
thapk 19.10.2014
Wozu diese Meldung. Soll ich diesen Unsinn bewundern?
2. Respekt vor der Leistung
fortyplus 19.10.2014
ich bin mal die alte Brennerpass-Straße hinaufgeradelt, das war für meine Verhältnisse wirklich viel. Auf der anderen Seite wieder herunterzurollen war wiederum nicht so schwer, dass ich stattdessen einen Abholservice gebraucht hätte. Man klettert ja auch nicht auf einen Berg, um sich oben von einem Hubschrauber abholen zu lassen (es sei denn, es steht "Bergrettung" drauf). ;-)
3.
zauselfritz 19.10.2014
Zitat von thapkWozu diese Meldung. Soll ich diesen Unsinn bewundern?
Wozu dieser Kommentar? Soll uns deine abschätzige Meinung etwa interessieren?
4.
zauselfritz 19.10.2014
Zitat von fortyplusich bin mal die alte Brennerpass-Straße hinaufgeradelt, das war für meine Verhältnisse wirklich viel. Auf der anderen Seite wieder herunterzurollen war wiederum nicht so schwer, dass ich stattdessen einen Abholservice gebraucht hätte. Man klettert ja auch nicht auf einen Berg, um sich oben von einem Hubschrauber abholen zu lassen (es sei denn, es steht "Bergrettung" drauf). ;-)
Ist der alte Brennerpass auch 6000m hoch und eine Schotterpiste?
5. Vulkanberadlung auf 6.000 m Höhe
raber 19.10.2014
So wie ich den Artikel verstehe, ist Herr Kunze nicht auf dem Vulkangipfel herumgeradelt. Es fehlten ihm knapp 600 m dazu. Allerdings ist es schon eine Leistung bis hoch auf 6.000 m zu radeln. Interessant ist für mich allerdings, dass dies der höchste Volkan ist und eine Höhe von 6.891 m erreicht. Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht. Geteilt wird er zwischen den Ländern Argentinien/ Chile. Schönes und anstrengendes Hobby von Herrn Kunze.
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