Hamburg: Flughafen wird am Mittwoch bestreikt

Keine Entspannung im Tarifkonflikt: Die Gewerkschaft Ver.di hat für Mittwoch zum Streik aufgerufen. Am Airport Hamburg sollen die Sicherheitskräfte die Arbeit niederlegen. Lange Schlangen und Flugausfälle sind programmiert.

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Hamburger Flughafen: Am Mittwoch soll wieder gestreikt werden

Hamburg - Die Sicherheitskräfte am Hamburger Flughafen wollen am Mittwoch erneut den ganzen Tag die Arbeit niederlegen. Das teilte die Gewerkschaft Ver.di am Dienstag mit. "Das tut uns leid, lässt sich aber nicht vermeiden", erklärte Ver.di-Fachbereichsleiter Peter Bremme.

Die Arbeitgeberseite spiele nach wie vor auf Zeit und dürfe sich über das Echo der Beschäftigten nicht wundern. Beschäftigte der Flughafen-Sicherheit aus Hamburg, Frankfurt, Berlin und Nordrhein-Westfalen wollen am Mittwoch in Potsdam vor dem Kongresshotel der 5. Luftsicherheitstagung eine Kundgebung abhalten.

"Dieses Vorgehen ist untragbar und völlig unverhältnismäßig", sagte Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, zum bevorstehenden Streik.

In Nordrhein-Westfalen, wo zuletzt an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf gestreikt wurde, sind nach Angaben von Verdi NRW für Mittwoch zunächst keine neue Aktionen an den Airports geplant.

Die rund 600 Mitarbeiter der Personenkontrolle am Hamburger Flughafen hatten bereits in der vergangenen Woche zwei Tage und im Januar einen Tag lang gestreikt und damit den Airport weitgehend lahmgelegt. Tausende von Passagieren konnten ihre Ziele nicht erreichen. Die Beschäftigten in Hamburg fordern einen Stundenlohn von 14,50 Euro, der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) hat bislang in einem ersten Schritt 12,75 Euro pro Stunde geboten.

Die wichtigsten Informationen für Passagiere:

Was passiert, wenn mein Flug gestrichen wurde?

Einen wegen des Streiks nicht angetretenen Flug kann der Kunde stornieren, er bekommt dann sein Geld zurück. Wer trotzdem fliegen will, hat Anspruch auf einen späteren Flug.

Wie komme ich trotz des Streiks an mein Reiseziel?

Die Fluggesellschaft oder der Veranstalter hat die Pflicht, so schnell wie möglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren. Kunden können diese per Telefon oder am Schalter des Unternehmens am Flughafen einfordern. Die Fluglinien empfehlen, bei Inlandsflügen auf die Bahn auszuweichen.

Habe ich Anspruch auf Schadensersatz?

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) müssen Fluggesellschaften ihren Passagieren keine Entschädigung zahlen, wenn sie wegen eines Streiks einen Flug streichen. Bei einem Streik handele es sich um "außergewöhnliche Umstände", bei denen die Unternehmen nicht haften müssen. Voraussetzung ist, dass die Flüge wegen Ereignissen außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaft und "außerhalb des Rahmens der normalen Betriebstätigkeit" ausfallen.

Wo erhalten Reisende Auskünfte zu ihren Flügen?

Fluglinien:

Flughäfen:

Aktuelle Informationen über Verspätungen und Flugausfälle geben die Flughäfen auf ihren Webseiten bekannt.

  • Flughafen Köln/Bonn: 02203 404001
  • Flughafen Hamburg: 040 50750
  • 040 50750Hotlines von Veranstaltern:
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    insgesamt 6 Beiträge
    Was-Soll-Das 19.02.2013
    Es hoert ja nie auf mit dem Machtspiel auf dem Ruecken der Unschuldigen!... Mittwoch Hamburg, Do. Duesseldorf usw... Die unfreundlichen Herumsteher koennten sich ja mit 10% statt 30% zufrieden stellen oder ? Wer kriegt das heute [...]
    Es hoert ja nie auf mit dem Machtspiel auf dem Ruecken der Unschuldigen!... Mittwoch Hamburg, Do. Duesseldorf usw... Die unfreundlichen Herumsteher koennten sich ja mit 10% statt 30% zufrieden stellen oder ? Wer kriegt das heute schon ?! Arbeitgeber und Verdi koennen nicht mal miteinander reden... So ist es fuer die beiden gemuetlicher, also warum nicht ein ganzes Land erneut lahm legen!!
    harry2.0 19.02.2013
    Eine absolute Frechheit von Verdi diesen Konflikt alleine auf den Rücken der Passagiere auszutragen! Mit diesem erneuten Streik verspielen sie letztendlich alle Sympathien für ihre Forderungen!
    Eine absolute Frechheit von Verdi diesen Konflikt alleine auf den Rücken der Passagiere auszutragen! Mit diesem erneuten Streik verspielen sie letztendlich alle Sympathien für ihre Forderungen!
    frankenbarbie 19.02.2013
    Dass sie die Streikenden pauschal als unfreundliche Herumsteher titulieren zeugt von einer Haltung gegenüber in der Regel fleissigen Arbeitnehmern, die einfach nur widerlich ist. Auch Ihre Unterstellung, die Streikenden würden [...]
    Dass sie die Streikenden pauschal als unfreundliche Herumsteher titulieren zeugt von einer Haltung gegenüber in der Regel fleissigen Arbeitnehmern, die einfach nur widerlich ist. Auch Ihre Unterstellung, die Streikenden würden “das Land lahm legen“ zeugt von Ihrer bemitleidenswert beschränkten Weltanschauung. Wenn Ihre Welt lahm liegt, nur weil sie ein paar Stunden länger am Flughafen warten müssen, dann möchte ich in Ihrer traurigen Welt nicht zu Hause sein.
    CaptainSpock 19.02.2013
    Es wird Zeit, dass irgendwas passiert und Verdi nicht weiter Machtspiele betreibt. In den USA hat man die Gewerkschaften zerschlagen, in dem man alle Streikenden entlassen und einfach neue eingestellt hat. Langsam bin ich sogar [...]
    Es wird Zeit, dass irgendwas passiert und Verdi nicht weiter Machtspiele betreibt. In den USA hat man die Gewerkschaften zerschlagen, in dem man alle Streikenden entlassen und einfach neue eingestellt hat. Langsam bin ich sogar dafür, dass die komplette Mannschaft einfach durch bereitwillige Arbeitskräfte ersetzt wird! Die Gesellschaft steht doch absolut nicht hinter solch einer Aktion! Ein Arbeitgeber, der seine Arbeitnehmer behalten will, zahlt von sich aus mehr, doch nicht wenn die blanke Gier in seinen Augen strahlt und nur noch Druck gemacht wird.
    Jesper Dyrholm 19.02.2013
    Das könnten doch die machen, deren Aufgabe es eigentlich ist... Die Bundespolizei. Uups, die werden ja vernünftig bezahlt und sind verbeamtet, das geht ja gar nicht !
    Zitat von CaptainSpock... Langsam bin ich sogar dafür, dass die komplette Mannschaft einfach durch bereitwillige Arbeitskräfte ersetzt wird!...
    Das könnten doch die machen, deren Aufgabe es eigentlich ist... Die Bundespolizei. Uups, die werden ja vernünftig bezahlt und sind verbeamtet, das geht ja gar nicht !
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    • Dienstag, 19.02.2013 – 14:10 Uhr
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