Hamburg - Die Besucher können in einer gläsernen Werft beschädigte Boote lackieren, neue Yachten bewundern und im Simulator das Segeln üben: Am Samstag hat die Hamburger Messe Hanseboot ihre Pforten geöffnet und am Wochenende rund 23.000 Besucher angelockt. Auf 70.000 Quadratmetern in neun Hallen wird neun Tage lang ein buntes Programm geboten.
Die Schau zeigt 1000 Wasserfahrzeuge, darunter zahlreiche Neuheiten wie die 16,45 Meter lange Segelyacht "Polar 55" der estländischen Werft Polar Shipyard. Mit Licht kunstvoll in Szene gesetzte Klassiker der Bootsbaukunst finden sich in der "Hall of fame". Rund 650 Aussteller aus 25 Nationen sind bei der 53. Auflage der Messe dabei, etwas weniger als im Vorjahr. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ostseeraum.
Die Hanseboot ist nach Angaben der Veranstalter die führende Bootsmesse in Nordeuropa. Präsentiert werden für Profis und Einsteiger Segel- und Motoryachten, Hausboote, Schlauchboote und Kanus. Auch Wassersportarten wie Tauchen, Surfen und Angeln sind Teil der Bootsmesse. Sie hatte 2011 einen Besucherrückgang um knapp fünf Prozent auf rund 95.000 Gäste hinnehmen müssen. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter aber wieder mit einem Zuwachs.
Die Marktsituation ist für viele deutsche Bootsbauer ungünstig, die Stimmung bei den Ausstellern eher gedämpft, wie Messechef Bernd Aufderheide im Vorfeld berichtet hatte. Das sei auch deutlich bei der Vergabe der Messeflächen zu spüren, die Aussteller würden sich immer später anmelden. "Man merkt eine bestimmte Unsicherheit."
Nach Angaben des Deutschen Boots- und Schiffsbauer-Verbandes waren deutsche Segelboote im ersten Halbjahr 2012 im Ausland weniger nachgefragt. Die Zahl sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,4 Prozent auf 642 Stück, der Wert ging um 21 Prozent auf 68,4 Millionen Euro zurück.
sto/dpa
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