London Flughafen Heathrow nimmt Betrieb nach Drohnensichtung wieder auf

An Europas größtem Flughafen London-Heathrow hat eine Drohnensichtung den Flugverkehr gestört. Der Betreiber stoppte zunächst alle Starts. Inzwischen wurde die Flüge wieder aufgenommen.


Eine Drohnensichtung nahe des Londoner Flughafens Heathrow hat den Flugbetrieb unterbrochen. Der Flughafenbetreiber stoppte am Abend für rund eine Stunde alle Starts. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es. Der Betrieb wurde wenig später wieder aufgenommen.

Die Polizei sei eingeschaltet worden, um jedwede Gefährdung der Sicherheit auszuschließen, hatte der Flughafen über Twitter mitgeteilt. Heathrow ist der größte Flughafen Europas.

Bereits vor Weihnachten hatten Drohnen den Flugverkehr am Airport Gatwick für mehrere Tage lahmgelegt. Rund 1000 Flüge fielen aus, rund 140.000 Passagiere waren betroffen. Zwei Personen wurden festgenommen, wenig später aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Aus dem Vorfall in Gatwick hatte die Regierung Konsequenzen gezogen. So sollen der Polizei mehr Befugnisse zur Landung, Beschlagnahmung und Suche von Drohnen übertragen werden, teilte das Verkehrsministerium in London mit. Darüber hinaus werde die Regierung an einem erweiterten Einsatz von Technologien arbeiten, durch die Drohnen an Orten wie Flughäfen oder Gefängnissen entdeckt und abgewehrt werden können.

Drohnen-Besitzer sollen sich künftig registrieren

Zudem sollen die Sperrzonen um Airports, in denen das Fliegen von Drohnen verboten ist, auf einen Radius von ungefähr fünf Kilometern ausgedehnt werden. Ab November 2019 sollen Drohnen-Besitzer zudem gesetzlich verpflichtet sein, sich zu registrieren. Polizisten dürften Anwesen durchsuchen und Drohnen beschlagnahmen - inklusive der elektronischen Daten, die in ihnen gespeichert sind.

Auch die Flughäfen Heathrow und Gatwick reagierten auf den Vorfall. Sie kündigten bereits vergangene Woche Investitionen in Technologie zur Abwehr von Drohnen an. Sie würden mehrere Millionen Pfund für eine Ausrüstung ausgeben, wie sie das Militär in den Weihnachtstagen zur Verfügung gestellt habe.

sen/AFP/Reuters/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.