Hello-Kitty-Highspeed-Zug Shinkansen macht auf Kätzchen

Der Shinkansen gibt sich einen neuen Look: Ab Ende Juni rast einer der Hochgeschwindigkeitszüge im Hello-Kitty-Design durch Japan. Achtung, jetzt wird es kitschig.

West Japan Railway Company/ Sanrio Gmbh

Es gibt Hello-Kitty-Portemonnaies, Hello-Kitty-Cafés und -Freizeitparks und Hello-Kitty-Flugzeuge. Und ab 30. Juni auch einen Hello-Kitty-Shinkansen. Dann wird ein japanischer Highspeed-Zug starten, der der Comic-Kultfigur von Sanrio gewidmet ist, wie der Betreiber West Japan Railway ankündigt. Er verbindet die Bahnhöfe Shin-Osaka in Osaka und Hakata in Fukuoka - und wird vor jedem Stopp eine extra komponierte Hello-Kitty-Melodie abspielen.

Rosa mit Schleife tritt der Zug nicht nur äußerlich auf: Im ersten Waggon soll eine offene, weitgehend rosa-weiß gestaltete Fläche für Ausstellungen über Japans Regionen und als Shop dienen. Der zweite Waggon hat blaue Sitze, dafür sind aber Teppich, Fenster und Armstützen mit Motiven von Hello Kitty und ihren Freunden bedeckt. In einer Fotobox wartet eine Katzenskulptur auf treue Anhänger, die die Bilder sodann flugs in den sozialen Medien posten sollen.

Bahnhof Hakata: Letzte Fahrt des "Evangelion"-Shinkansen am 13. Mai
DPA

Bahnhof Hakata: Letzte Fahrt des "Evangelion"-Shinkansen am 13. Mai

Schon zuvor diente der Hochgeschwindigkeitszug als Leinwand für Fantasiefiguren: 2015 waren es die Eule Hedwig und Hogwarts aus "Harry Potter". Außerdem inspirierte die Anime-Serie "Neon Genesis Evangelion" die Gestalter eines weiteren Shinkansen. Dieser sollte eigentlich im März 2017 seine letzte Fahrt erleben, doch aufgrund der hohen Nachfrage, besonders bei ausländischen Touristen, beschloss der Betreiber, den Betrieb bis Mitte Mai dieses Jahres zu verlängern.

Das Motiv von Hello Kitty, inzwischen vom japanischen Hersteller als Mädchen geoutet, wurde 1974 entworfen und verzierte zunächst Geldbörsen, Schreibwaren, Spielzeuge und Uhren. Seitdem stürmt "Hallo Kätzchen" um die Welt - und hat auch in deutschen Kinderzimmern längst Einzug gehalten.

Die taiwanische Fluglinie Eva Air begann 2005, ihre Airbus-Maschinen mit Hello-Kitty-Motiven zu dekorieren. Flugbegleiter tragen entsprechende Uniformen, servieren Katzenförmiges, und Würstchen erhalten eine Tomatenschleife. Inzwischen fliegen die Themenflugzeuge auch Los Angeles an. In Dubai gibt es seit einigen Jahren in einem Einkaufszentrum ein Hello-Kitty-Spa. Der Hersteller Sanrio betreibt entsprechende Themenparks in Japan.

In Japan soll dann auch passend zum katzenartigen Shinkansen-Start ein Hello-Kitty-Café und -Souvenirshop im Bahnhof von Hakata eröffnen.

abl

insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
hileute 30.05.2018
1. den Asiatinnen wird es gefallen,
ich persönlich bin froh nicht mir diesen zugzufahrwn
CHW 30.05.2018
2. Beeindruckend
Wer mal einige Zeit in Japan war die Shinkansen-Züge (Es gibt sehr viele verschiedene Versionen davon. Es gibt nicht "den" Shinkansen) genossen hat, der wird den ICE und auch alle anderen europäischen Züge für rückständig halten. Japan ist uns technologisch 10 bis 15 Jahre voraus; kulturell hat Japan mehrere Jahrhunderte Vorsprung. (... und ja, Fukushima war ein gewaltiges Unglück, kein Grund auf Japan herabzuschauen.)
Flying Rain 30.05.2018
3. Ja
Ja hui. Doch ein wenig extrem aber in dem NGE Zug wär ich gern mal gefahren...
ichwarsnicht 30.05.2018
4. Verrücktheit wagen
Irre. Wär das nix für die Deutsche Bahn? Z. B. ein ICE als Dschungelcamp... Bis man sich zu den Türen durchgekämpft hat - am besten mit Machete , die man auch braucht, falls dieselbigen nicht aufgehen - fallen einem die Verspätungen schon gar nicht mehr auf ;) Dann noch ein sportlicher Sprint zum Anschlusszug...
gartenkram 31.05.2018
5. Wui
Ich würde das gruseln kriegen bei so viel rosa - aber die grundidee ist echt witzig. Das wäre mal was für die deutsche bahn (nicht wirklich dieses hello kitty zeugs), aber zum aufpeppen ...
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