Japan Hotel-Hochhaus in Tokio wird geschrumpft

Wer das Zentrum Tokios gut kennt, muss sich auf eine Überraschung gefasst machen: Denn ein berühmtes Luxushotel ist derzeit nur noch halb so hoch, wie es vor einigen Wochen war. Das Grand Prince Hotel Akasaka wird geschrumpft - mit einer neuartigen Technik, um Hochhäuser zu demolieren.

AFP / TAISEI CORPORATION / SEIBU PROPERTIES

Keine Abrissbirne, keine Sprengung: Beim Abtragen des Grand Prince Hotel Akasaka verwenden die Arbeiter eine neuartige Technik. Das Obergeschoss wurde mit Stützpfeilern aus Stahl verstärkt und dann abgetrennt, darunter werden die Stockwerke nun einzeln abgetragen. Alle zehn Tage verliert das Gebäude so 6,4 Meter an Höhe, was zwei Stockwerken entspricht.

Die Technik wurde von der japanischen Firma Taisei entwickelt, sie soll besonders geräuscharm sein und weniger Staub verursachen als herkömmliche Methoden, bei denen mit Kränen die Bausubstanz von oben abgetragen wird. Beton und Stahl werden durch einen großen Schacht im Inneren des Gebäudes nach unten transportiert. Das Unternehmen plant, seine Methode auch bei weiteren Wolkenkratzern anzuwenden, die in den nächsten Jahren abgerissen werden sollen.

Das einst 40 Stockwerke hohe Hotel mit 700 Zimmern ist nun schon auf 20 Stockwerke geschrumpft - ein ungewöhnlicher Anblick vor allem für Einheimische, die das Gebäude häufig passieren und zunächst an eine Sinnestäuschung glauben mussten.

Das Hotel wurde 1982 errichtet und war ein Luxustempel für Reiche. Zugleich ist es ein Symbol für den Wirtschaftsboom seiner Zeit, als Geld bei Bauprojekten keine große Rolle spielte. Im Frühjahr 2011 wurden hier Hunderte Menschen untergebracht, die durch die Tsunami-Katastrophe evakuiert werden mussten.

Seit Juni 2011 ist das Hotel geschlossen, damals war das Gebäude noch 140 Meter hoch. Nach Angaben der "Japan Times" ist es damit der höchste Wolkenkratzer, der bislang in Japan zum Abriss freigegeben wurde.

Im Juni soll das komplette Bauwerk abgetragen sein. An seiner Stelle entsteht dann ein neuer Hochhauskomplex, der Büros und ein neues Hotel enthalten wird.

sto/AFP



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insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
tikor 27.02.2013
1. Besser verständlich geschrieben in
http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/das-schrumpfende-hotel-1.18009659#
Stopfer 27.02.2013
2. Kläglich recherchierter Bericht.
Über die angewendete Technik erfährt man so gut wie nichts. Wie werden die Stockwerke denn abgetragen, ohne dass das Darüberliegende runterkracht? Mit Stahlstützen - ja das erklärt aber nicht weshalb das Hotel schrumpft. Oder sind die Stahlstützen in Wahrheit hydraulische Pressen, die abgesenkt werden können? Man weiß es nicht.
Stäffelesrutscher 27.02.2013
3.
Zitat von StopferÜber die angewendete Technik erfährt man so gut wie nichts. Wie werden die Stockwerke denn abgetragen, ohne dass das Darüberliegende runterkracht? Mit Stahlstützen - ja das erklärt aber nicht weshalb das Hotel schrumpft. Oder sind die Stahlstützen in Wahrheit hydraulische Pressen, die abgesenkt werden können? Man weiß es nicht.
Man kann es sich nur aus den Fotos ein wenig zusammenreimen. Vermutlich wirklich hydraulische Pressen; man erkennt auch, dass dieser Kranz um die jeweils obersten Stockwerke vorher nicht da war, das könnte die Vorrichtung kaschieren. Also bitte: lasst mal Profis ran und keine Praktikanten.
cevra 27.02.2013
4. umkehr
Zitat von StäffelesrutscherMan kann es sich nur aus den Fotos ein wenig zusammenreimen. Vermutlich wirklich hydraulische Pressen; man erkennt auch, dass dieser Kranz um die jeweils obersten Stockwerke vorher nicht da war, das könnte die Vorrichtung kaschieren. Also bitte: lasst mal Profis ran und keine Praktikanten.
der bau wird einfach rückgängig gemacht, d.h. da von unten nach oben gebaut wurde, wird von oben nach unten abgebaut. der kranz um die stockwerke (logischerweise also oben) verbirgt das abbruchunternehmen (wie ein baugerüst).
Kaiserstuhlwinzer 27.02.2013
5. nee, echt
selten so einen dürftigen Artikel gelesen. Warum die oberen Stockwerke drangelassen und untendrunter angefangen? Wie kommt der Hut eins tiefer?
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