ICE-Probleme Bahn verspricht zuverlässigen Winterfahrplan

Mit Verlässlichkeit hat die Bahn in den vergangenen Wochen nicht glänzen können. Der neue Winterfahrplan, der ab Mitte Dezember gültig wird, soll das Vertrauen der Kunden wieder aufbauen. Das Unternehmen verspricht planmäßige Verbindungen auch auf ICE-T-Strecken.


Berlin - Trotz der Engpässe im ICE-Verkehr soll der ab Mitte Dezember gültige Winterfahrplan der Bahn zuverlässig sein. Auch auf den von Ausfällen betroffenen Routen würden die Fernzüge "zu 97 oder 98 Prozent nach Plan fahren", sagte ein Sprecher am Montag in Berlin.

Allerdings sollen dort teilweise Intercitys statt der üblichen ICE-T mit Neigetechnik eingesetzt werden. Wegen Sonderkontrollen der Achsen werden Teile der ICE-T-Flotte bis Februar nicht einsetzbar sein. Etwa 90 Prozent des Fernverkehrs laufen nach Bahn-Angaben bereits ohne Einschränkungen.

Mit Störungen ist auf absehbare Zeit auf folgenden Strecken zu rechnen: Wiesbaden-Frankfurt-Leipzig-Dresden, Berlin-Leipzig-Nürnberg-München sowie Dortmund-Koblenz-Mainz-Frankfurt-Nürnberg-Passau-Wien. Auf diesen Linien liefen derzeit gut zwei Drittel der sonst üblichen Zugfahrten, berichtete die Bahn. Zum Teil gibt es weniger Sitzplätze.

Bis zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember will die Bahn wieder deutlich mehr ICE-T im Einsatz haben. Durch den dann noch nötigen Ersatzverkehr mit Intercitys erwartet die Bahn lediglich auf dem Abschnitt Frankfurt-Dresden "ein paar Minuten Verspätung". IC-Züge könnten dort nicht so schnell fahren wie die ICE-Flotte. Die fehlenden Minuten könnten aber auf dem Rest der Strecke wieder hereingeholt werden, sagte der Bahnsprecher. Man wolle die Fahrpläne so abstimmen, dass Anschlusszüge erreicht werden.

abl/dpa



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