Iditarod in Alaska: Amerikaner gewinnt Hundeschlittenrennen in Rekordzeit

Neuer Rekord beim Iditarod: Ein Musher aus den USA hat in weniger als neun Tagen das Ziel des berühmten Hundeschlittenrennens erreicht. Erstmals seit Jahrzehnten gewinnt damit wieder ein Inuit.

Iditarod 2011: Sieg in Rekordzeit Fotos
AP/Anchorage Daily News

San Francisco/Anchorage - Zur Belohnung gab es Blumen für die Hunde, 50.400 Dollar in bar und einen Truck: Der Amerikaner John Baker hat den Iditarod in Alaska, das längste und härteste Hundeschlittenrennen der Welt, in Rekordzeit gewonnen. Nach Angaben der Veranstalter ging der 48-Jährige aus Alaska am Dienstagvormittag mit seinen Hunden in der Ortschaft Nome durchs Ziel.

Mit Baker konnte erstmals seit 1976 wieder ein Inuit aus Alaska das Rennen gewinnen. Im Ziel wurde er von Trommlern und Tänzern seines Inupiat-Stammes begrüßt, auch viele Verwandte und Unterstützer aus seinem Heimatort Kotzebue waren angereist, um ihm zuzujubeln. Baker brauchte für die rund 1800 Kilometer lange Strecke durch den eisigen Norden Alaskas acht Tage, 18 Stunden und 46 Minuten. Er brach damit den bisherigen Rekord von acht Tagen, 22 Stunden und 46 Minuten, den der gebürtige Schweizer Martin Buser 2002 aufgestellt hatte.

62 Schlittenteams waren Anfang März in Anchorage an den Start gegangen, elf Teilnehmer schieden im Verlauf des harten Rennens aus. Bei John Bakers Zieleinlauf waren noch 51 Mitstreiter unterwegs, darunter an sechster Stelle der gebürtige Wuppertaler Sebastian Schnülle. Der 40 Jahre alte Deutsche, der seit Mitte der neunziger Jahre in Kanada lebt, war 2009 als Zweiter durchs Ziel gegangen.

Nur selten machen Nicht-Amerikaner den einheimischen Mushern den Sieg streitig. Dies war 2005 und 2003 dem Norweger Robert Sorlie und 2002 dem Schweizer Martin Buser geglückt.

Das Rennen findet in Erinnerung an eine Hundeschlitten-Expedition 1925 statt, bei der Impfstoff nach Nome gebracht wurde, um einen Diphtherie-Ausbruch zu stoppen. Den Namen Iditarod verdankt das Rennen einem alten Pfad, der Goldgräber- und Hafen-Orte im hohen Norden Alaskas verband.

sto/dpa

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