Landung in Sulawesi Passagiermaschine kollidiert mit Kuh

Bei der Landung auf der indonesischen Insel Sulawesi ist ein Flugzeug mit einer Kuh zusammengestoßen und vom Rollfeld gerutscht. Fast 120 Menschen waren an Bord. Es ist bereits der zweite Vorfall der Fluglinie innerhalb weniger Monate.

Lion-Air-Maschine auf Abwegen: Durch die Kuh-Kollision rutschte sie vom Rollfeld
AFP

Lion-Air-Maschine auf Abwegen: Durch die Kuh-Kollision rutschte sie vom Rollfeld


Gorontalo - Auf der indonesischen Insel Sulawesi ist ein Flugzeug bei der Landung mit einer Kuh kollidiert und von der Runway abgekommen. Die 110 Insassen und sieben Crew-Mitglieder der Lion-Air-Maschine seien mit dem Schrecken davongekommen, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Der Vorfall habe sich am Dienstagabend bei der Landung der Boeing 737-900 auf dem Flughafen von Gorontalo ereignet.

Erst nach dem Aufsetzen erkannte der Captain, dass sich Kühe auf der Landebahn befanden. Beim Versuch, um die Tiere herumzumanövrieren, geriet eine Kuh ins Hauptfahrwerk und starb. Das Flugzeug rutschte von der Landebahn und kam erst zehn Meter nach dem Ende der Piste zum Stillstand.

"Zuerst dachte ich, dass Hunde auf dem Flugfeld rumlaufen", sagte der Flugkapitän. "Aber auf einmal erkannte ich, dass da drei Kühe mitten auf der Landebahn waren. Dann roch es nach verbranntem Fleisch", sagte er zu "Jakarta Globe". Wie die Tiere auf das Flugfeld kamen, blieb unklar. Das Flugzeug, das dem größten Billiganbieter im Land gehört, kam aus Jakarta.

Bereits im März hatte die Fluggesellschaft Lion Air für Schlagzeilen gesorgt. Auf der indonesischen Ferieninsel Bali war ein Flieger der Linie beim Anflug über die Landebahn hinausgeschossen und ins Meer gestürzt. Alle rund hundert Passagiere hatten den Zwischenfall überlebt. Indonesien ist stark vom Flugverkehr abhängig, um seine mehr als 17.000 Inseln zu verbinden.

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Absturz vor Bali: Rettung aus dem Meer

lei/AFP

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insgesamt 6 Beiträge
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brut_dargent 07.08.2013
1. Gegrilltes
Grillen auf der Landebahn ist meines Wissens nicht gestattet. Mein Hund ist auch ganz schön groß, aber an eine Kuh hat der mich noch nie erinnert.
wago 07.08.2013
2. Schuld der Fluggesellschaften
Was bitte kann eine Fluggesellschaft dafür, wenn sich auf der Landebahn eines Flughafens Kühe herumtreiben? Auch wenn es anderwo schon mal ein Problem gab. Was konnte die Lufthansa dafür, dass gestern eine Maschine in Shannon notlanden musste, weil die Toiletten nicht funktionierten? Da hat man vermutlich betriebswirtschaftlich gedacht und die Toilettentanks in Los Angeles nicht entleeren lassen. Dummerweise hat es bis München nicht mehr gereicht. Incident: Lufthansa A346 over Atlantic on Aug 6th 2013, malfunctioning toilets (http://www.avherald.com/h?article=4667bfaf&opt=0)
michaelkaloff 07.08.2013
3. Nicht zu glauben....
.....aber Zäune sollen wahre Wunder wirken! Das Problem kenne ich aus zahlreichen Ländern der sog. "3. Welt": Fehlende Planung, Desinteresse, marode, politische Strukturen und die fehlende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen....
ontolos 08.08.2013
4. tierische Landebahnen
...wer einen Trip in das Abenteuer macht, muss mit abenteuerlichen Ergebnissen rechnen. Die Inselgruppen sind touristisch gerade mal in dem Entdeckerstadium (mit Ausnahme Bali) . Wer hier den neuen BER erwartet, muss einfach enttäuscht werden! (allerdings sind wir das bei unserem BER ja auch und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann auf den Grasbüscheln dort die ersten Rindfiecher zum Abgrasen eingesetzt werden). Ich fand den Anblick von grasenden Ziegen seinerzeit sehr idyllisch, gebe aber zu, dass mir ein Empfang mit gegrillten Rinder- oder Ziegensteak nur in europäischer Variante ohne Propellereinsatz schmecken würde ;-)
akita 08.08.2013
5. Verantwortung
Volle Zustimmung zu Beitrag 1. Die Landefreigabe hätte vom Tower nicht kommen dürfen, wenn die Piste nicht frei ist. Und wenn man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will - Kühe satt machen und das Gras zwischen den Asphaltflächen kurz halten - muss da halt mindestens ein Kuhhirte gut aufpassen. Was den kleinen Klugschei**er in mir noch interessieren würde: waren die 7 Crewmitglieder keine Insassen der Maschine?
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