Die besten Instagram-Leserfotos "Ein gutes Rezept ist das beste Souvenir"

Food-Fotografie soll langweilig sein? Ganz im Gegenteil. Hinter vielen Bildern stecken spannende Reisegeschichten. Unsere Leser erzählen hier ihre schönsten.

Patricia Szabo

Für manche mag es lediglich ein Foto eines Eisbechers sein - bei Hande Leimer weckt es Erinnerungen an ihre Kindheit in Istanbul.

"Als Kind war ich oft krank und fuhr mit meiner Mutter mit der Fähre in den europäischen Teil der Stadt zum Arzt. Auf dem Nachhauseweg hielten wir manchmal bei Baylan in Karaköy an, einer der ersten und ältesten Patisserien von Istanbul", sagt die 46-jährige Sommelière, die aus einer "essensverrückten" Familie in Istanbul stammt, lange Zeit in Deutschland lebte und heute in Italien einen Weinladen betreibt.

"Der Geschmack dieses 'Cup Griye' prägt bis heute mein Verständnis von Desserts. Als ich vor ein paar Jahren wieder in meiner Heimatstadt war, traf ich zufällig den Erfinder des Eisbechers. Er erzählte mir, wie er als Jugendlicher nach Wien gegangen ist, um Patissier zu werden. Gerade habe ich erfahren, dass er gestorben ist. Ein weiterer Teil meiner Kindheit ist mit ihm gegangen."

Fotostrecke

17  Bilder
Leserfotos: Grüne Reisbällchen und ein schmachtender Hund

Auch Maike Träm kommt ins Erzählen, wenn sie über ihr Foto von roten Paprikas im Kosovo spricht. Die an Häuserwänden trocknende "Streetart" entdeckte die 27-jährige Lehramtsstudentin in Brezovica im SŠar-Planina-Gebirge. "Als wir ankamen, regnete es in Strömen und wir flüchteten in ein Restaurant. Ehe wir uns versahen, aßen wir köstlichstes Essen und wurden vom Besitzer zum Übernachten in sein Haus im Gebirge eingeladen. So herzlich wie in Albanien und im Kosovo habe ich Gastfreundschaft wirklich noch nie erlebt!"

Und Florian Friesecke und Frederike Blömker aus Cuxhaven haben das Essen und Kochen gleich zum Leitfaden für ihre Weltreise gemacht, die sie im September 2016 starteten. "In Hanoi haben wir einen Kochkurs bei Hung vom Orchid Restaurant besucht, der auch einen Rikscha-Ausflug auf den Dong-Xuan-Markt beinhaltete", sagt die 30-jährige Blömker. "Ein gutes Rezept ist inzwischen zu unserem liebsten Souvenir geworden - es passt gut in den Rucksack, wiegt nicht viel und bringt schöne Erinnerungen an Leute, Momente und Orte mit sich."

Leseraufruf: "Mit Instagram um die Welt"
    Die Berghütte ist das Ziel: Sie klettern und wandern gerne und sind außerdem Hüttenfan? Dann schicken Sie uns Fotos von Ihren schönsten Frühlings- oder Sommererlebnissen auf der Alm. Ob von einem einzigartigen Kaiserschmarrn, ungewöhnlichen Schlaflagern, Ausblicken von der Sonnenterasse oder Porträts von Almkühen. Taggen Sie Ihre Fotos #SpOn_Reise_Hütten. Die besten Aufnahmen stellen wir bald vor!

Leimer, Träm, Friesecke und Blömker sind SPIEGEL-ONLINE-Leser und haben ihre Fotos auf Instagram gepostet. Wie sie haben uns noch viele andere eine Auswahl ihrer besten Fotos aus aller Welt zum Thema "Essen" zur Verfügung gestellt. Es sind Bilder, die beeindrucken. Klicken Sie auf die Fotostrecke und lassen Sie sich inspirieren.

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Sweep 26.04.2017
1. Wenn ich mich so oft bei meiner Mutter bedanken würde, wäre
es nicht genug für das was sie für mich getan hat. Irgendwie gibt es im Leben jedem einzelnen etwas (essensmäßiges) was ihn an seiner Kindheit erinnert. Ich war selbst in meiner Kindheit oft krank und musste zum Arzt. Meine Mutter hat mich dahin gebracht ca 10 Km zu Fuss dahin gebracht. Teilweise hat sie mich auf ihren Rücken getragen. Auf dem Weg gab es einen Bäcker, der die besten und unterschiedlichsten Croissants und Gebäck gebacken hat. Es war für uns auch sehr teuer. Etwas was wir uns eigentlich nie leisten konnten. Man konnte den Geruch schon Strassen vorher riechen... Weil meine Mutter wusste dass mein Arztbesuch immer mit einer Spritze endet und ich es wie jedes Kind gehasst habe. Hat sie mich immer damit motiviert, in dem sie mir ein Gebäck vom Bäcker gekauft hatte. Aber erst nach der Spritze und nicht vorher. Ich habe diesen Geruch und diese Bilder von damals bis heute noch im Kopf. An diesem Ort lebe ich seit über 20 Jahren nicht mehr aber ich versuche so weit es mir gelingt an diesem Ort einmal im Jahr zu besuchen, wenn es klappt um mir diesen einen Croissant zu kaufen.Und es hat immer wie damals geschmeckt... Leider musste ich letztens feststellen dass dieser Bäcker nicht mehr existiert. Traurig. Ich habe mich entschieden in den neben liegenden Cafe mein croissant zu geniessen.
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