Sehnsuchtsziele für 2017 Auf die Plätze, reise los!

Noch keine Urlaubspläne für 2017? Lassen Sie sich von SPIEGEL-ONLINE-Lesern inspirieren. Sie zeigen ihre Fotos von Traumstränden auf Sansibar, den Kanälen Venedigs oder dem Polarmeer in Norwegen.

Manuela Eicher

Kälteempfindlichen jagt der Reisetipp von Jens Müller einen Schauer über den Rücken. Ausgerechnet im Januar nach Nordnorwegen ans Polarmeer? Ja, klar, meint der Biologe aus Schwerin und erzählt von ungewöhnlichen Eindrücken, die ihn seit seiner ersten Reise 2014 nicht mehr loslassen.

"Was mich vor allem faszinierte, war die Farbenpracht, die ich so weit nördlich nicht erwartet hatte. Das Polarmeer schimmerte türkisblau und brandete bei Mulstranda auf einen rötlichen Strand", sagt Müller. "Einige Seen waren glasklar gefroren: Ich konnte unter der Eisdecke Pflanzen und Fische entdecken." Gleich zweimal will er 2017 wieder nach Norwegen: Im Januar auf Polarlicht-Suche nach Tromsø, und im Juli will Müller auch endlich den Sommer dort oben im Norden kennenlernen.

Unter blauem Himmel gleiten Gondeln über die Kanäle Venedigs: Das Foto von Martin Foddanu macht Lust auf Sommer - dabei entstand es bereits im April. "An nahezu jeder Ecke wartet ein Motiv. Man muss sich beim Fotografieren schon fast zügeln, um es nicht zu übertreiben. Schließlich wollte ich die Stadt nicht bloß durch den Sucher erleben", sagt der Hamburger, der 2016 eine dreimonatige Reise mit dem Camper entlang Europas Küsten machte.

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Einen Geheimtipp für den Ferienmonat August in Portugal hat Jörg Farys: "Nazaré ist bekannt für die höchsten Wellen der Welt", sagt der 42-jährige Medienwissenschaftler aus Garbsen. "Schon im August hat man die riesigen Strände dort fast ganz für sich alleine. Die Atlantikküste zwischen Nazaré und dem Praia de Vieira liegt nur rund 100 Kilometer nördlich von Lissabon und gehört zu den wildesten Küsten in Portugal. Unterbrochen werden die Strände nur von Felsen oder kleinen ehemaligen Fischerstädtchen."

Wer im November der Kälte entfliehen will, dem kann Manuela Eicher das tropische Sansibar-Archipel empfehlen: "Abgesehen von traumhaften Stränden gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel bei einer Gewürztour über die Insel", sagt die 27-Jährige aus München. "Oder man schlendert durch Sansibar-Stadt und besucht anschließend das Restaurant The Rock. Bei Flut wird man mit dem Boot übergesetzt, bei Ebbe kann man die wenigen Meter auch zu Fuß zurücklegen."

Wie Müller, Foddanu, Farys und Eicher haben uns noch viele andere SPIEGEL-ONLINE-Leser ihre besten Bilder zu Reisezielen zur Verfügung gestellt. Klicken Sie durch unsere Fotostrecke und lassen Sie sich inspirieren!



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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
takoko 18.01.2017
1. Norwegen
Ich bin auch der Meinung, man muss Nordlichter im Winter angucken sowie nach Polarbär in Spitzbergen suchen, sodass ich 14 Tagen im Februar genau diese Reise machen werde!
Kleinunternehmer 18.01.2017
2. Sansibar ...
... ist sehr schön, aber unserer Meinung nach nicht so schön wie das tansanische Hinterland: dort kann man stundenlang am Strand wandern, ohne auch nur eine menschliche Seele zu treffen. Dazu kommen fast unwirkliche Stellen an Flussmündungen, die Nehrungen weit ins Meer hinaus haben entstehen lassen, auf denen man bei Ebbe viele Meter ins Meer gehen kann. Dort fühlt man sich, als wäre man alleine im Paradies.
eagle29 18.01.2017
3. Guter Vorsatz für die nächsten Jahre
Ich versuche mir künftig alle Fernreisen aus Umweltschutzgründen zu verkneifen. Eisbär-Beobachten in Spitzbergen und vorher C02 raushauen, ist dann doch ein bisschen widersprüchlich. Habe gelesen, dass 100 km bei einem Langstreckenflug pro Passagier ca. vier Liter Kerosin bedeuten. Mein ökologischer Fußabdruck sollte schrumpfen...
RamBo-ZamBo 18.01.2017
4. asdf
Venedig kann ich nicht (mehr) empfehlen. Dort warten jede Menge Touristennepps und Taschendiebe, riesige Kreuzfahrtschiffe verschandeln das Panorama und die Einheimischen die noch nicht rausgentrifiziert wurden werfen einem nur verachtende Blicke zu.
Hänschen Klein 18.01.2017
5. Wozu weg?
Ehrlich gesagt, ich bin dafür, einfach zuhause zu bleiben. Keine Ahnung, woher die Vorstellung kommt, dass heutzutage jeder Dödel meint, das Recht zu haben, irgendwo am Strand zu liegen oder um die Welt zu fliegen. Wenn das alle 7 Mrd. Menschen täten, könnten wir die Erde angesichts der Flugzeugemissionen gleich in die Tonne treten. Die Leute sollten einfach ihre Heimat nicht zerstören und verunstalten, dann bräuchten sie nicht in die Ferne. Der Tourismus ist längst zu einer weltweiten Epidemie geworden. An manchen Orten wie Barcelona oder Lissabon regt sich endlich Widerstand gegen die einfallenden Touristenmassen. In Zeiten von Internet und unzähligen Fotosites kann man die Ferne auch vom Wohnzimmer aus bestaunen.
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