iPad statt Reisepass: Kanadier überzeugt US-Beamten mit virtuellem Ausweis

Normalerweise sind US-Grenzer gnadenlos: Ohne Ausweispapiere wird kein Besucher mehr ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten gelassen. Ein Kanadier ohne Reisepass hat jetzt eine gegenteilige Erfahrung gemacht - und die Grenze dank moderner Technik überwunden.

Glücklicher Kanadier: Martin Reisch mit seinem "virtuellen Reisepass" Zur Großansicht
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Glücklicher Kanadier: Martin Reisch mit seinem "virtuellen Reisepass"

Toronto - Dem 33-jährigen Martin Reisch ist angeblich das schier Unmögliche gelungen: Ohne Pass gelang dem Kanadier die Einreise in die USA. Erst an der Grenze hatte dieser bemerkt, dass er das Dokument zu Hause vergessen hatte. Statt umzudrehen und eine zweistündige Heimreise nach Montreal anzutreten, versuchte der verzweifelte Mann sein Glück mit einem eingescannten Foto des Ausweises, das sich auf seinem iPad befand, in Kombination mit dem real vorliegenden Führerschein.

Nach Angaben des Kanadiers verschwand der leicht genervte Beamter minutenlang mit dem Tablet-Rechner im Grenzhäuschen, ehe er zurückkehrte und die Einreise ausnahmsweise erlaubte.

Eine Sprecherin der zuständigen US-Grenzbehörde widersprach derweil der Darstellung des Kanadiers. Eingescannte Dokumente würden nicht von den Beamten akzeptiert. Reisch hätte zusätzlich zu seinem Führerschein auch eine Geburtsurkunde vorgezeigt. Nur deshalb sei die Einreise genehmigt worden.

dkr/AP

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Natürlich
kkamm 05.01.2012
Und die Urkunde war auch auf dem iPad. ;-)
2. .
Rubeanus 05.01.2012
Zitat von sysopNormalerweise sind US-Grenzer gnadenlos: Ohne Ausweispapiere wird kein Besucher mehr ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten gelassen. Ein Kanadier ohne Reisepass hat jetzt eine gegenteilige Erfahrung gemacht - und die Grenze*dank moderner Technik überwunden. iPad statt Reisepass: Kanadier überzeugt US-Beamten mit virtuellem Ausweis - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,807385,00.html)
Ist natürlich eine schmissige Schlagzeile, aber das wirklich entscheidende wird mal wieder nur am Rande erwähnt: Der gute Mann konnte seine Geburtsurkunde und seinen Führerschein vorzeigen. Jedenfalls bis vor einigen Jahren genügte an der US-kanadischen Grenze grundsätzlich immer eine amerikanische bzw. eine kanadische Geburtsurkunde (Kopie reichte) für den Grenzübertritt; ob mitterweile definitiv Passzwang besteht, sollte man mal recherchieren.
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