Irland Eurocontrol stuft Aschewolke als Navigationshindernis ein

Der Vulkan Eyjafjallajökull spuckt seine Asche wieder in größere Höhen. Am Donnerstagabend mussten sechs Flughäfen in Irland daher vorübergehend geschlossen werden. Damit trafen die Flugverbote zum dritten Mal in drei Tagen Reisende auf der irischen Insel.


Dublin/London - Die irische Luftfahrtbehörde hat am späten Donnerstagabend neue Einschränkungen im Luftverkehr angeordnet. Die ersten Verbote galten ab Mitternacht, und zunächst hieß es, dass Starts und Landungen teilweise erst ab Freitagmittag 14 Uhr wieder möglich seien.

Am Vormittag beschloss die Flugsicherung jedoch, die Sperrung aufzuheben. Die Asche sei weit genug von der Küste entfernt, hieß es. Bei einem Wechsel der Windrichtung könne sich die Situation aber erneut ändern. Betroffen von den Schließungen waren die Airports in Donegal, Sligo, Knock, Galway und Kerry. Mehrere Stunden lang konnten dort keine Maschinen starten oder landen. Zuletzt war der Flugverkehr in Irland und Schottland am Mittwoch behindert.

Der Gletschervulkan Eyjafjallajökull auf Island stößt wieder mehr Asche in größere Höhen aus. Die europäische Flugaufsicht Eurocontrol stuft die Asche mittlerweile wieder als Navigationshindernis ein. Demnach steigt die Wolke allmählich auf 10.500 Meter und damit auf die typische Flughöhe von Transatlantikflügen. In den vergangenen Tagen reichte die Aschewolke nur bis zu 6000 Meter hoch.

Aus einer Höhe von über zehn Kilometern über dem Krater war sie nach Beginn des Ausbruchs Ende April auf den europäischen Kontinent geweht worden und hatte den Flugverkehr dort knapp eine Woche fast komplett lahmgelegt. Seit vergangener Woche hatte die Intensität der Eruptionen deutlich abgenommen.

abl/dpa/AFP/apn



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