Irreführende Werbung Verbraucherschützer mahnen weitere Billigflieger ab

Nach Condor, Hapag Lloyd, LTU nehmen die Verbraucherzentralen weitere Billigflieger ins Visier. So sollen auch Ryanair, Easyjet, Germanwings und HLX mit Endpreisen statt mit Lockvogelangeboten werben. Rückendeckung erhalten die Verbraucherschützer dabei von der EU-Kommission.


Berlin - Wenn bunte Plakate mit Schnäppchenpreisen für Flüge in alle Welt locken, gefällt das Verbraucherschützern selten. Jetzt geht der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) wegen irreführender Werbung mit Billig-Flugtickets gegen vier weitere Airlines vor. Der vzbv leitete nach eigenen Angaben ein Unterlassungsverfahren gegen Ryanair, Easyjet, Germanwings und HLX ein. Zuvor hatte der Verband bereits die Pauschalflieger Condor, Hapag Lloyd, LTU und die irische Aer Lingus abgemahnt.

Der Bundesverband will die Fluggesellschaften zwingen, mit Endpreisen zu werben und nicht mit Angaben ohne Steuern und Gebühren. Auch die EU-Kommission will solche Lockvogelangebote untersagen. Zudem will der vzbv bessere Angaben zur Verfügbarkeit erreichen: "Wenn Verbraucher mit einem Schnäppchenpreis angelockt werden, müssen sie auch erfahren, für welche Termine und Ziele dieses Angebot gibt", erklärte Verbandschefin Edda Müller.

Ryanair und die drei anderen Fluggesellschaften haben nun bis zum 11. August Zeit zur Stellungnahme. Die Frist für die vier früher abgemahnten Airlines läuft am Donnerstag aus; bisher hat laut vzbv nur Condor reagiert und um Aufschub gebeten.

abl/AP



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