China: Amerikaner fliegt mit Wingsuit durch enge Schlucht

Mit 160 km/h zwischen Felswänden hindurch: Der Wingsuit-Athlet Jeb Corliss hat in China seinen bislang riskantesten Sprung gewagt. Für das Training nutzte er eine Computersimulation, die ihm vor Augen führte, wie gefährlich das Vorhaben ist.

REUTERS

An ihrer breitesten Stelle misst die Schlucht am Jianglang-Berg in China mehr als 20 Meter, an ihrer engsten gerade mal fünf Meter. Der US-Athlet Jeb Corliss hat mit mehr als 160 km/h in einem Wingsuit eine 300 Meter lange Engstelle durchflogen.

"Das war das Schwierigste, was ich je gemacht habe", sagte der 37-Jährige nach der sicheren Landung mit einem Fallschirm. "Ich war sehr besorgt, dass es schiefgehen könnte." Corliss musste seinen Absprung aus einem Helikopter am Samstag um einige Stunden verschieben, weil Wind und Nebel zunächst zu stark waren.

Der Stunt mit dem Titel "Fliegender Dolch" wurde live im chinesischen Fernsehen übertragen. Hunderte Schaulustige verfolgten an dem Berg in der Zhejiang-Provinz im Osten Chinas das Geschehen.

Fotostrecke

11  Bilder
Jeb Corliss: Halsbrecherischer Stunt in der Schlucht
Jeb Corliss hatte bereits vorher durchspektakuläre Wingsuit-Videos auf sich aufmerksam gemacht, er gilt als einer der Vorreiter der Szene. Millionenfach wurde bei YouTube auch ein Video aus Südafrika angeklickt, das einen Unfall zeigt, bei dem er sich schwer verletzte.

Mit Hilfe einer Augmented-Reality-Computersimulation bereitete sich Corliss auf seinen Sprung in China vor. Exakt wurden dabei digital die Gegebenheiten vor Ort nachgestellt. Bei den virtuellen Testsprüngen sei er in etwa 50 Prozent der Fälle verunglückt, sagte der US-Amerikaner dem Magazin "Outside". Dies begründete er jedoch damit, dass er am Computer ein viel größeres Risiko einging, um die Gefahren auszuloten, als er das in der Realität tun würde.

Etwa 300 Meter musste Corliss zwischen den Felsmauern zurücklegen. Die anschließende Landung per Fallschirm war auch nicht einfach, unsanft prallte der Sportler auf einem schmalen Wanderweg auf. Dass viele Menschen seine Aktionen für puren Irrsinn halten, speziell nachdem er bereits einen schweren Unfall hatte, lässt Corliss kalt. Über seiner Facebook-Seite steht ein Zitat von Albert Einstein: "Große Geister haben stets heftige Gegnerschaft in den Mittelmäßigen gefunden."

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1. Ein mutiges Motto.....
zensorsliebling gestern, 11:56 Uhr
Zitat von sysop... Über seiner Facebook-Seite steht ein Zitat von Albert Einstein: "Große Geister haben stets heftige Gegnerschaft in den Mittelmäßigen gefunden.
oder doch eher ein möglicher Untertitel für den Abdruck, den er eines Tages am Fels hinterlassen wird. Wir werden sehen.
2. optional
mairae gestern, 13:23 Uhr
Ich lege dazu allen folgende Doku ans Herz: Die dunkle Seite von red Bull https://www.youtube.com/watch?v=gEDfXEmMOXg Wäre er gestorben, würde Red Bull es ebenfalls für sich vermarkten. Daher hakte ich nichts davon.
3.
thanks-top-info gestern, 13:56 Uhr
"große Geister in der Mittelmäßigkeit", oder Junkies zwischen den Kicks, die von einer Veröffentlichung zur nächsten gepuscht, Panik vor dem Rückfall in die Unbedeutsamkeit schieben. Wer sein Ego einmal im Rampenlicht gesonnt hat...
4. Beachtlich,
Schlunze gestern, 14:48 Uhr
wie es Red Bull immer schafft mit Irrsinnsaktionen weltweit Gratiswerbung zu generieren.
5.
CaptainSubtext gestern, 15:22 Uhr
Zitat von Schlunzewie es Red Bull immer schafft mit Irrsinnsaktionen weltweit Gratiswerbung zu generieren.
Ich versichere Ihnen, dass das Gesamtpaket nicht Gratis ist. Solche "Irrsinnsaktionen" kosten eine Menge Geld.
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AP
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