Signalfeuer außer Kontrolle: Verletzter Wanderer fackelt norwegische Insel ab
Sein Fuß war gebrochen und keine Rettung in Sicht: Ein verzweifelter kanadischer Tourist entzündete nach drei Tagen auf einer einsamen Insel ein Signalfeuer - und sorgte für einen verheerenden Flächenbrand.
Tromsø - Drei Tage wartete ein verletzter Wanderer auf der norwegischen Insel Hillesøy verzweifelt auf Retter. Der 25-Jährige hatte sich zuvor beim Hiking auf dem nur spärlich besiedelten Eiland den Fuß gebrochen, wie norwegische Medien berichten. Da sein Mobiltelefon keinen Empfang hatte, entschloss er sich, ein Signalfeuer zu entfachen.
Der Plan ging auf. Dem kanadischen Touristen gelang es tatsächlich, damit auf sich aufmerksam zu machen. Allerdings anders, als er sich das vorgestellt hatte. Aus Versehen setzte der Wanderer sein Zelt und einen großen Teil des Eilands in Brand. Zwei Millitärhubschrauber und rund 20 Feuerwehrleute waren nötig, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
"Es ist natürlich normalerweise nicht erlaubt, so ein Signalfeuer zu entzünden", sagte Joran Bugge von der norwegischen Polizei gegenüber der Zeitung "Nordlys". In diesem Fall würde man allerdings von rechtlichen Schritten absehen.
Der Kanadier wurde nach der Rettungsaktion in ein Krankenhaus nach Tromsø geflogen. Ein Sprecher des Hospitals beschrieb die Verletzungen des Verunglückten als "moderat".
dkr
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