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22. Februar 2013, 12:12 Uhr

Flughafen Hamburg

Sicherheitsleute planen keine Streiks bis Donnerstag

Die Gewerkschaft Ver.di hat angekündigt, für mehrere Tage keine Streiks am Hamburger Flughafen zu planen. Ab Donnerstag droht Passagieren jedoch wieder Ärger - wenn ein Gespräch scheitert.

Hamburg - Am Hamburger Flughafen wird es bis zum kommenden Donnerstag keine Streiks der privaten Sicherheitskräfte geben. Das teilte die Gewerkschaft Ver.di am Freitag in Hamburg mit. Die Tarifkommission der Gewerkschaft habe einen entsprechenden Beschluss gefasst, nachdem für diesen Tag ein neues Spitzengespräch zwischen Ver.di und dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) vereinbart wurde.

Der Hamburger Landesbezirksleiter Wolfgang Abel verknüpfte die Aussetzung der Streiks mit heftiger Kritik an der Arbeitgeberseite. "In der seit Monaten andauernden Tarifauseinandersetzung der Sicherheitskräfte am Flughafen agiert der Arbeitgeber nach dem Motto Tricksen, Täuschen, Tarnen", sagte Abel.

Verdi fordert für die rund 600 Beschäftigten der Personen- und Gepäckkontrolle einen Stundenlohn von 14,50 Euro. Die Arbeitgeber haben 12,75 Euro sowie im kommenden Jahr 13,50 Euro pro Stunde angeboten. Im Zuge des Tarifkonflikts haben die Sicherheitskräfte den Flughafen bereits an vier Tagen in diesem Jahr bestreikt und damit weitgehend lahmgelegt.

Die wichtigsten Informationen für Passagiere:

Was passiert, wenn mein Flug gestrichen wurde?

Einen wegen des Streiks nicht angetretenen Flug kann der Kunde stornieren, er bekommt dann sein Geld zurück. Wer trotzdem fliegen will, hat Anspruch auf einen späteren Flug.

Wie komme ich trotz des Streiks an mein Reiseziel?

Die Fluggesellschaft oder der Veranstalter hat die Pflicht, so schnell wie möglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren. Kunden können diese per Telefon oder am Schalter des Unternehmens am Flughafen einfordern. Die Fluglinien empfehlen, bei Inlandsflügen auf die Bahn auszuweichen.

Habe ich Anspruch auf Schadensersatz?

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) müssen Fluggesellschaften ihren Passagieren keine Entschädigung zahlen, wenn sie wegen eines Streiks einen Flug streichen. Bei einem Streik handele es sich um "außergewöhnliche Umstände", bei denen die Unternehmen nicht haften müssen. Voraussetzung ist, dass die Flüge wegen Ereignissen außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaft und "außerhalb des Rahmens der normalen Betriebstätigkeit" ausfallen.

Wo erhalten Reisende Auskünfte zu ihren Flügen?

Fluglinien:

Flughäfen:

Aktuelle Informationen über Verspätungen und Flugausfälle geben die Flughäfen auf ihren Webseiten bekannt.

sto/dpa

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