Kreuzfahrt-Premieren 2012: Wellness auf allen Weltmeeren

Sieben Neubauten, fünf alte Bekannte mit neuem Anstrich: Die Kreuzfahrtbranche expandiert auch 2012 mit riesigen neuen Schiffen. Vor allem mit imposanten Wellness-Angeboten wollen die Reedereien Kunden locken - und mit einem Schiff speziell für Kinofans.

Kreuzfahrt: Neulinge und Comebacks 2012 Fotos
Celebrity Cruises

Neue Riesen für die Weltmeere: Auch im Jahr 2012 bauen die Reedereien gigantische und extravagante Kreuzfahrtschiffe, die Hunderte von Millionen Euro kosten. Auch einige vorhandene Schiffe werden umgebaut, gute alte Bekannte kommen so im neuen Kleid und mit neuem Namen nach Jahren wieder auf den Markt. Hier finden Sie die interessantesten neuen Schiffe und Wiedereinsteiger:

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1. Traurige Theaterkulisse
Ylex 05.11.2011
Die Inflation des Kreuzfahrt-Tourismus scheint ungebrochen, das verstehe, wer will. In der Branche nennt man die Zielhäfen Destinationen – leider mangelt es an ihnen, die Welt ist zu klein geworden für die Vergnügungsarmada. Mehr als zwei Kreuzfahrt-Riesen gleichzeitig passen nicht nach Venedig hinein, doch sie richten schon genug an, sie lassen die einmalige Lagunenstadt zur traurigen Theaterkulisse verkommen, auf die der Gast aus 50 Metern Höhe vom Balkon seiner Superior-Juniorsuite herabschaut, und dann sagt er: „Oh my God, fascinating – isn’t it?“ Faszinierend, aber was macht die Freizeit-Fabriken auf See so unwiderstehlich ? Vielleicht das Preis-Leistungsverhältnis, der Luxus, die große weite Welt aus der Luxus-Perspektive, Jet-Set-Feeling für jedermann. Das Meer spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, es bildet den Aktionsraum und die maritime atmosphärische Basis. Für den Passagier ist der See-Tag kein Seh-Tag, der Horizont ist immer gleich weit weg und der eigene verläuft in einer Line zwischen Wellness-Oase und Bufett. Davor liegt der Pool, das eingenässte Ersatz-Meer, das sich bei rauher See regelmäßig in einen Miniatur-Tsunami verwandelt, danach muss es wieder mit Chlorwasser aufgefüllt werden. Ein Mal war ich auf einem dieser Schiffe, ein amerikanisches, 14 Tage lang, ein Mal und nie wieder, nie wieder – man könnte sich totfressen, schon nach drei Tagen buchstäblich platzen, alles ist geregelt, alle sind nett bis zum Erbrechen, alle wollen, dass man etwas kauft, dass man für Geld an irgendeinem bescheuerten Event teilnimmt, dass man sich für 28 Dollar von einer grinsenden asiatischen Schöhnheit die Fußnägel schneiden und den Fettansatz wegmassieren lässt. Abends vor dem echten Sonnenuntergang die Bühne, angestrahlt in grellen Bonbonfarben, Varieté, Frauen hopsen in engen Trikots herum, dass Opa die Augen übergehen, hysterisches Musical-Gesinge, die Künstler-Kostüme in Bonbonfarben, der Drink knallbunt, bewehrt mit einer Phalanx aus Strohhalmen, Sonnenschirmchen, Mangostückchen, Minzeblättern und gedrehten Orangenschnitzen – schmeckte auch nach Bonbons, nach ausgesprochen fiesen. Das ganze Schiff hatte etwas Bonbonhaftes, mit einem bitteren Nachgeschmack.
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Wer erfand die moderne Kreuzfahrt? Wie wehren sich Passagiere gegen Piraten? Und auf welchem Schiff gehen besonders viele Geister um?

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