Krise auf den Malediven: Auswärtiges Amt rät von Ausflügen nach Male ab

Putsch im Urlauberparadies: Auf den Malediven ist der Präsident gestürzt worden - doch die Touristen auf den Resortinseln sind von der innenpolitischen Krise nicht betroffen. Das Auswärtige Amt rät allerdings von Ausflügen in die Hauptstadt ab.

Urlauberidylle Malediven: Die Resorts liegen auf den Inseln - weit weg von der Hauptstadt Zur Großansicht
DPA

Urlauberidylle Malediven: Die Resorts liegen auf den Inseln - weit weg von der Hauptstadt

Berlin - Die Demonstrationen in der Hauptstadt Male sind nach dem Rücktritt des Präsidenten Mohammed Nasheed beendet - dennoch rät das Auswärtige Amt am Dienstag allen Reisenden vom Besuch der Hauptinsel Male ab. Nach wochenlangen Oppositionsprotesten hatte Nasheed, der erste demokratisch gewählte Präsident des Archipels, seinen Rücktritt erklärt.

Urlauber auf den Malediven sind nach Angaben des dortigen Tourismusministeriums nicht von der innenpolitischen Krise betroffen. "Wir können versichern, dass die derzeitigen Probleme auf den Malediven keinerlei Auswirkung auf Touristen haben werden", sagte Ministeriumssprecherin Eelaaf Zaeem.

Auch das Auswärtige Amt berichtet, dass die Lage auf Males Nachbarinsel mit dem internationalen Flughafen und in den Ferienresorts ruhig sei. Es rät Urlaubern aufgrund der nicht absehbaren weiteren Entwicklungen, sich vor Reiseantritt bei ihren Veranstaltern nach der aktuellen Lage zu erkundigen.

Die Demonstrationen hatten sich in den vergangenen Wochen auf die Insel mit der Hauptstadt Male beschränkt, die ausländische Urlauber nur sehen, wenn sie Tagesausflüge dorthin buchen. Von der benachbarten Flughafeninsel werden Touristen direkt zu ihren jeweiligen Resorts gebracht, die abgeschieden auf jeweils eigenen Inseln liegen.

Genaue Zahlen, wie viele Bundesbürger sich derzeit auf den Malediven aufhalten, gibt es zunächst nicht. Nach den jüngsten Zahlen des Deutschen Reiseverbandes machen dort jedes Jahr mehr als 77.000 Deutsche Urlaub.

Der größte deutsche Reiseveranstalter TUI hat Shopping-Ausflüge nach Male vorsorglich ausgesetzt. Ansonsten herrsche auf den Resortinseln Normalbetrieb, teilte das Unternehmen mit. Vor Ort seien zurzeit 850 deutsche Kunden, ein Viertel davon auf der Insel Kuramathi.

Das kleine südasiatische Land besteht aus 1190 Inseln im Indischen Ozean, von denen nur rund 200 bewohnt sind. Die Malediven sind bei westlichen Urlaubern - und wegen ihrer Korallen- und Fischvielfalt besonders bei Tauchern - sehr beliebt.

abl/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Reise
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Aktuell
RSS
alles zum Thema Malediven
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback