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Urteil: Kündigung für Mieter wegen Airbnb-Angebot ist rechtens

Das Anbieten einer Wohnung auf dem Vermittlerportal AirBnB kann zur fristlosen Kündigung führen. Das Landgericht Berlin billigte das Vorgehen eines Vermieters, der seinen Mieter zuvor deswegen abgemahnt hatte.

Berlin - Wer seine Wohnung gegen den Willen des Vermieters über die Website Airbnb an Touristen vermietet, riskiert die fristlose Kündigung. Das sei vertragswidrig, entschied das Landgericht Berlin. Werde die Wohnung trotz einer Abmahnung weiter im Netz angeboten, dürfe der Vermieter dem Mieter fristlos kündigen.

Es komme dabei nicht darauf an, ob tatsächlich auch ein Tourist in der Wohnung übernachtet. Der Mieter schützt sich demnach auch nicht damit, dass er jemand anderen auf der Website als Gastgeber nennt. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, beruft sich die Kammer auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs.

Bei Airbnb bieten Privatleute Zimmer und Wohnungen an. Ähnliche Portale sind 9flats und Wimdu.

abl/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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1. dreist und dumm
keksguru 07.02.2015
und genauso krumm wie "Zimmer zur Zwischenmiete vom 20.2. bis 18.3.". Es gab offenbar einen Schuß vorm Bug... und wer nicht hört der muß fühlen.
2. unfug
Malshandir 07.02.2015
wenn er eine tat nicht begeht, kann auch kein grund vorliegen.
3. Super Urteil
Minette 07.02.2015
und ich hoffe, daß es Nachamer findet. Dieser Airbnb Betrugsnummer muß Einhalt geboten werden!!! Nicht zu fassen, wie sich Privatleute ne goldene Nase verdienen wollen und alle anderen Hotels, Pensionen und B&B's austrixen. Die zahlen nämlich Steuern, unterliegen Hygienevorschriften und dem Gesundheitsamt. Leider kann man Wohnungseigentümern nicht dazwischen funken bei dieser sehr unmoralischen Vorgehen. Pfui
4. wohl nicht so intelligent
Hamberliner 07.02.2015
Ich weiß nicht, ob diese Reaktion des Eigentümers so besonders intelligent war. Wenn der Mieter hin und wieder die Wohnung entgeltlich Dritten überlässt, hat der Eigentümer davon nämlich den Vorteil, dass der Mieter die Wohnung auch wirklich in Schuss, schimmelfrei, gut gelüftet, ohne Wasserschäden und wiedervermietbar hält. Eine Räumungsklage mit Zwangsräumung durch den Gerichtsvollzieher kostet sowieso astronomisch viel Geld, den Nettoerlös eines oder mehrerer Jahre. Da war der Wutanfall des Vermieters wohl ein teurer Luxus.
5. Wenn sich das so lohnt...
jojack 07.02.2015
...warum macht der Vermieter denn keinen Deal mit dem Mieter? Also etwa so: 50% der AirBnB-Einnahmen gehen an den Vermieter. Und er entscheidet mit, wer in der Wohnung übernachten darf. Das sollte das Risiko für den Vermieter überschaubar halten und steigert zusätzlich die Rendite aus seiner Immobilie.
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