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Kurzschluss auf Rügen: Krähen brachten Züge zum Stillstand

Auf der Ostseeinsel Rügen kam es am Mittwoch zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr. Grund dafür waren raufende Vögel, die bei ihren Kämpfen nicht nur Federn ließen, sondern auch eine Oberleitung zum Bersten brachten.

Teschenhagen - Zwei Krähen haben auf Rügen den Zugverkehr lahmgelegt. Die beiden Vögel waren im Eifer des Gefechts einer Oberleitung bei Teschenhagen zu nahe gekommen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Sie fielen einem Stromüberschlag zum Opfer, der seinerseits einen Isolator zerstörte und eine Oberleitung zerriss.

Das Ende der Stromleitung schlug auf dem Haltepunkt Teschenhaben auf. Reisende wurden zum Glück nicht verletzt. Jedoch musste die Bahnstrecke zwischen Bergen und Samtens eingleisig gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Zugverspätungen.

Als Grund, warum sich die beiden Krähen in die Federn kriegten, vermutete die Polizei liebevolles Gebalze. Vogelkundler gingen eher von Revierkämpfen aus. Gebalzt werde bei Krähen im Frühjahr, im Sommer sei es für die Liebe viel zu spät, sagte Matthias Haase, der Chef des Vogelparks Marlow. Traurige Klarheit gibt es zumindest in einem Punkt: Das Krähenpaar verbrannte.

jus/dapd/dpa

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