Die Bahn ist heute ein modernes, schnelles Verkehrsmittel - meistens. Aber es gibt da auch noch das genüssliche Zugfahren, das den Reisenden an umwerfend schönen Landschaften vorbei kutschiert. Durch Europas Bergwelten schlängeln sich fantastische Bahntrassen. Sie sind Zeugnisse großer Ingenieurskunst aus der Hochzeit der Eisenbahn. Auf diesen sieben Strecken wird der Panoramawagen zum Kinosaal, das Waggonfenster zur Leinwand für großes Landschaftskino.
Norwegen: Fjorde, Wasserfälle, steile Berghänge
Nicht wenige Weitgereiste bezeichnen die Bergenbahn von der Hauptstadt Oslo in die Hafenstadt Bergen als die schönste Bahnroute Skandinaviens. Sie führt über die größte Hochebene Europas, die Hardangervidda, und hält in verschiedenen Wintersportorten. Die Fahrt über 526 Kilometer, durch 182 Tunnel und Lawinenverbauungen sowie über 300 Brücken dauert etwa sieben Stunden.
Die schwierigen Bauarbeiten an der Bergenbahn begannen im Jahr 1875 und dauerten 34 Jahre. Mehr als 15.000 Arbeiter waren mit dem Bau der Eisenbahnstrecke beschäftigt.
Im Bahnhof Myrdal (866 Meter) zweigt eine Seitenroute ab: die Flåmsbahn. Auf 20 Kilometer Länge überwindet sie einen Höhenunterschied von 864 Metern und zählt damit zu den steilsten Bahnstrecken der Welt auf Normalspur. Die atemberaubende Route schlängelt sich vorbei an steilen Berghängen, unzähligen Wasserfällen und tiefen Schluchten. Nach etwa einer Stunde endet die Talfahrt am Meeresarm des Aurlandfjords.
Die Fahrt mit Bergen- und Flåmsbahn ist übrigens im Winter genauso reizvoll wie im Sommer ( www.visitnorway.de).
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