Lötschbergtunnel Schweizer weihen längsten Bahntunnel Europas ein

Mit fast 35 Kilometer Länge ist der Lötschberg-Tunnel der längste Europas. Heute wurde das Großprojekt eingeweiht. Ab Dezember sollen hier Züge die Schweizer Autobahnen entlasten – und dabei viel Zeit sparen.


Genf - Nach achtjähriger Bauzeit ist heute der Schweizer Lötschberg-Basistunnel unter den Alpen feierlich eingeweiht worden. Mit seinen 34,6 Kilometern Länge ist das umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro teure Bauwerk der drittgrößte Bahntunnel der Welt. Und der längste in Europa - zumindest für einige Jahre, bis der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel im Jahr 2016 eröffnet wird. Die neue Verbindung zwischen dem Berner Oberland und dem Kanton Wallis verkürzt erheblich die bisherige Reisezeit mit dem Zug: So reduziert sich die Fahrtzeit zwischen Bern und dem Walliser Knotenpunkt Visp um fast die Hälfte; die Fahrt zwischen Basel und Mailand verkürzt sich um 30 Minuten auf drei Stunden 45 Minuten.

Der neue Lötschbergtunnel ist das erste Element der so genannten Alpentransversale, mit der vor allem der Güterverkehr zunehmend von der Straße auf die Schiene verlagert werden soll. Das Projekt wurde 1992 per Volksabstimmung bestätigt. Der zweite im Rahmen des Projekts beschlossene Basistunnel am Sankt Gotthard mit einer Länge von 57 Kilometern wird derzeit noch gebaut. Nach einer Testphase soll der neue Lötschbergtunnel Anfang Dezember regulär in Betrieb geben. Der alte, weiter höher gelegene Eisenbahntunnel soll zusätzlich weiterhin verwendet werden.

sto/AFP/dpa



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