Lofoten im Zeitraffer: Die Arktis lebt

Rasende Wolken, dramatische Lichtspiele: Der Fotograf Terje Sørgjerd schafft mit Zeitrafferaufnahmen aus der Wildnis dreiminütige Kunstwerke. Sein bisheriges Meisterwerk entstand auf den Lofoten - und bescherte dem Norweger einen Aufenthalt im Krankenhaus.

The Arctic Light from TSO Photography on Vimeo.

Manchmal wird die volle Pracht der Natur erst dank technischer Hilfsmittel sichtbar: Das beweist der Fotograf Terje Sørgjerd aus Oslo mit seinen gut dreiminütigen Naturfilmen im Zeitraffer. Mit "The Arctic Light" hat er nun sein bislang spektakulärstes Werk zusammengestellt. Zwölf Tage lang war er auf den Lofoten unterwegs, um die Lichtstimmungen der Inseln auf die Speicherchips seiner beiden Kameras zu bringen.

Begleitet von sanften Pianokadenzen zeigt das fertige Video die Veränderungen der Natur über vier bis fünf Stunden, zusammengestaucht auf wenige Sekunden: Wolken rasen am Himmel entlang, das Meerwasser zuckt und flackert, orangefarbenes Sonnenlicht taucht die Szenerie in feurige Farben. Sørgjerd verwendet einen per Schaltuhr gesteuerten Schlitten, um die Kamera während der Aufnahmen langsam seitwärts zu bewegen. Damit erreicht er, dass seine Bilder niemals statisch wirken, alles ist in Bewegung.

So erhaben die Natur wirkt, so beschwerlich war die Suche nach dem perfekten Standpunkt für den Fotografen. Lange Nächte verbrachte er bei Minusgraden in der Natur. Zweimal sei er ins Wasser gefallen, berichtet er auf seiner Internetseite, dabei seien Objektive und andere Kamerateile kaputtgegangen. Dann sei er auch noch von einem hohen Felsen gestürzt, woraufhin er im Krankenhaus behandelt werden musste.

Die Bilder sind abgesehen von Korrekturen der Raw-Dateien nicht nachbearbeitet. Wie die US-Zeitung "Huffington Post" berichtet, wählte der Fotograf seine endgültigen Motive aus einer Datenmenge von insgesamt neun Terabyte aus.

The Aurora from TSO Photography on Vimeo.

sto

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Tut mich Leid!
Koltschak 06.06.2011
Aber inne Realität sieht das viel viel schöner aus. Ich kann diesen beiden Filmchen nichts abgewinnen. Und wenn ich in die Natur gehe nehme ich keine Kamera mit. Dann will ich mit allen Sinnen genießen. Die Lofoten kann man immer besuchen, sowohl im Sommer als auch im Januar sind sie eine Reise wert. Wer will kann natürlich auch eine Kamera mitnehmen. Ich reise, seitdem ich erwachsen bin, immer ohne Kamera.
2. titel
doublebass 07.06.2011
furchtbar kitschige bilder in farben gleich einem lsd trip, und absolut billige, weichgespülte, "vorherhörbare" musik. dennoch vermittelten die videos eine ahnung wie wunderschön es dort sein muss.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Reise
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Aktuell
RSS
alles zum Thema Weitwinkel
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 2 Kommentare
NASA
Strandparadiese, Naturwunder, Bergketten - die schönsten Ferienziele der Welt wirken aus dem All noch phantastischer. Die Nasa hat Tausende Traum-Urlaubsziele fotografiert. Vielleicht auch Ihres: Testen Sie, ob Sie's wiedererkennen! !