London Aktivisten blockieren Landebahn - Heathrow streicht Flüge

Sie protestieren gegen den Ausbau des Flughafens London-Heathrow: Britische Aktivisten haben sich auf einer Landebahn festgekettet - mehrere Flüge mussten gestrichen werden.


Sie kamen gegen 3.30 Uhr am frühen Montagmorgen, durchschnitten den Absperrzaun und legten sich zusammengekettet auf die nördliche Start- und Landebahn am Flughafen London-Heathrow. Rund ein Dutzend Umweltschützer der Gruppe Plane Stupid haben den Flugverkehr auf Europas größtem Airport gestört. Mit ihrer Aktion protestieren sie gegen die geplante dritte Landebahn, deren Bau kürzlich von einer Kommission empfohlen wurde.

Ein Sprecher des Flughafens riet Passagieren, sich über den aktuellen Status von Flügen zu informieren und warnte vor Verspätungen. "Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen", heißt es laut der britischen Zeitung "The Guardian" in einem Statement des Flughafens.

Vier Stunden dauerte es, bevor die Polizei am frühen Morgen die ersten Demonstranten abführen konnte.

Zwar sind derzeit beide Start- und Landebahnen in Betrieb, allerdings sei die nördliche Bahn in Folge der Protestaktion verkürzt und daher nur für Kurzstreckenflüge geöffnet. Die Polizei spricht laut "Guardian" von einem Schaden in Millionenhöhe, während die Aktivisten von Plane Stupid beteuern, dass ihre Aktion keine Flugbehinderungen auslösen würde.

Seit Jahren wird um eine dritte Landebahn für den Flughafen Heathrow gestritten. Premierminister David Cameron hat eine endgültige Entscheidung bis Jahresende angekündigt.

ele

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insgesamt 6 Beiträge
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Solid 13.07.2015
1. Sicherheitsverstoß
Haben die dort keine Sicherheitsleute, die darauf achten, dass Unbefugte nicht auf dem Flughafen herumlaufen? Nicht auszudenken, was Terroristen alles auf einem Flughafen treiben können.
luehrs 13.07.2015
2.
Das wird teuer. Hätten die Aktivisten mal besser vorher das Hirn aktiviert.
j1958 13.07.2015
3. Hirnlos
Na, das ist ja mal ein gutgesicherter Flughafen. Da wird ein Mordsbohei um die Passagiere gemacht und irgendwelche Leute, schnipp-schnapp, schneiden den Maschendraht durch und kommen sofort in den Sicherheitsbereich. Unglaublich. Und dieser Protest ist bloss dämlich, denn ein Ausbau mag zwar 'empfohlen' sein, gilt aber derzeit als politisch nicht durchsetzbar. Und in England ticken die Uhren anders, wo ein deutscher Richter mit kaum verdecktem Wohlwollen ein paar Stunden Sozialarbeit verkünden würden gilt das in England als schwere Störung des Luftverkehrs samt Schadenersatz. Aber 'plane stupid' trifft ja den Kern.
appel&ei 13.07.2015
4.
Zitat von SolidHaben die dort keine Sicherheitsleute, die darauf achten, dass Unbefugte nicht auf dem Flughafen herumlaufen? Nicht auszudenken, was Terroristen alles auf einem Flughafen treiben können.
damit haben die deutschen sicherheitskräfte ja beste erfahrungen, gell? und seit dem "11.september" hat sich auch nicht viel geändert - siehe heutige stellungnahme der bundesregierung. es sind eben hilfsarbeiter (besonders hier in deutschland) die dort wichtigste aufgaben übernommen haben.
bertram.huber 13.07.2015
5. Wenn die Engländer auch so einen Paragraphen
wie wir den § 315 StGB (Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr) haben und der so ähnlich geahndet wird wie bei uns (wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft) dann springt da mindestens eine Bewährungsstrafe bei raus. Da gratuliere ich allen "Beteiligten" schon mal für ihre "weise" Voraussicht.
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