Von Kantabrien bis Kykladen Zehn Tipps für einen Europa-Urlaub

Haben Sie schon Urlaubspläne? Der Reiseführerverlag Lonely Planet stellt zehn Hotspots in Europa vor, die vor allem in diesem Jahr einen Besuch lohnen.

Javier Fernández Sánchez/ Getty Images

Guter Espresso, exquisiter Wein, Pizza, die über den Tellerrand reicht: Es ist nicht unbedingt überraschend, dass eine italienische Region auf dem ersten Platz der besten Plätze in Europa gelandet ist.

Doch nicht etwa Venetien, Sizilien oder die Toskana haben es an Platz eins der Lonely-Planet-Liste "Best in Europe" geschafft, sondern eine Region, die oft übersehen wird: Emilia-Romagna liegt im Norden des stiefelförmigen Landes, grenzt im Osten ans Adriatische Meer und zieht vor allem die Gourmets unter den Urlaubern an.

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Europa: Die zehn besten Reiseziele 2018

Parmaschinken, Balsamicoessig und Parmesan kommen ursprünglich ebenso aus Emilia-Romagna wie das "Ragú alla Bolognese", ein Fleischgericht, das meist mit Pasta serviert wird. Und um der Völlerei die Krone aufzusetzen, liegt in der regionalen Hauptstadt Bologna auch noch der größte Feinschmecker-Erlebnispark der Welt, Fico.

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Wem das alles zu viel Essen ist, der kann sich in der aktuellen Liste des Reiseführerverlags auch für andere europäische Orte begeistern lassen, die nicht auf jeder Bucket-List stehen. Sie alle sind in diesem Jahr besonders interessant: Sei es, dass sie durch neue Flug- oder Fährverbindungen schneller erreichbar werden, dass sie besondere kulturelle Neuigkeiten zu bieten haben - oder einfach im Trend liegen.

Die nordspanische Region Kantabrien etwa wird auf Platz zwei gelistet, weil es eine neue Direktverbindung per Fähre von Irland gibt. Grün sei es dort, heißt es in der Bewertung von Lonely Planet. "Ein wildes Land, sandige Strände, nebelverhangene Berge, hinreißende Dörfer wie Santillana del Mar und Comillas" gebe es dort.

Weiter zu Platz drei: Friesland in den Niederlanden. Die Inseln am nördlichen Zipfel des deutschen Nachbarlandes ähneln den nordfriesischen Inseln. Deiche gibt es dort und Schafe. Doch die Hauptstadt der Region, Leeuwarden, hat dann doch mehr zu bieten als bescheidenes Inselleben: Als europäische Kulturhauptstadt 2018 gibt es dort in diesem Jahr jede Menge Festivals und Events.

Die Liste der lohnenden Orte in Europa beinhaltet auch den Kosovo, der zwischen zwei Bergketten im Herzen des Balkans liegt. 2018 feiert die kleine Republik zehn Jahre Unabhängigkeit. Im schottischen Dundee wird im September dieses Jahres ein Ableger des Londoner Design-Museums Victoria and Albert eröffnet: "Eine Stadt, mit Blick auf die Zukunft", schreiben die Autoren über den Ort, der bereits von der Unesco zur "City of Design" ernannt wurde. Hier wird das historische Hafenviertel in den kommenden Jahrzehnten neu gestaltet.

Regionen in Slowenien, Litauen und Albanien werden ebenfalls empfohlen, genauso wie die Kleinen Kykladen, eine Inselgruppe im Ägäischen Meer, die bislang nur bei Insidern bekannt ist. Hier kann man erleben, wie es auf den griechischen Inseln vor ein paar Jahrzehnten noch ausgesehen haben muss - und sich für eine Urlaubszeit lang dem langsamen Lifestyle anschließen.

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gkuper 24.05.2018
1. Nord oder Ost?
"Weiter zu Platz drei: Friesland in den Niederlanden. Die Inseln am nördlichen Zipfel des deutschen Nachbarlandes ähneln den nordfriesischen Inseln." Die gemeinten Inseln sind eher vergleichbar mit den ostfriesischen Inseln. Übrigens gibt es auf der Watteninsel Texel (Provinz Nord Holland) auch Schafe und schöne Strände.
MTBer 24.05.2018
2. Bild 5
Auf Bild 5 ist die Calanque Port Pin mit Blick über Cassis auf die französische Mittelmeerküste zu erkennen.
Hamberliner 24.05.2018
3. etwas einseitig
Entschuldigung, ich fahr zwar gerne sehr große Rundreisen in Europa, voriges Jahr durch 14 Länder, aber wenn ich alle diese Orte in einem Urlaub besuchen soll komme auch ich an meine Grenzen. Mir ist ein Großteil dieser Tips auch viel zu städtelastig. Ich bereise Länder, Landschaften, und durchquere Orte auf der Durchreise. Ich verbringe keinen Urlaub in einer konkreten Stadt. Vor allem wenn ich lese dass mal wieder das Landesinnere Norditaliens angebetet wird geht mir der Hut hoch. Industriebetriebe, Agrarflächen, Flachland, Hochspannungsmasten, Autobahnraststätten wo man durch ein Ramschwaren-Labyrinth genötigt wird - furchtbar. Ach so, diese oder jene Stadt muss man unbedingt gesehen haben, Bologna usw , hach, sind wir heute mal wieder kulturgeschwängert. Der Tip mit Tirana - ebenso städtelastig - ist besonders gründlich daneben gegangen, denn die schöne Seite Albaniens liegt doch im Südwesten nahe der Küste, von Vlore bis Sarande, wo sich die Serpentinen durch die Wolken winden und mediterrane Vegetation mit der alpinen verschmilzt, und von Sarande nach Griechenland unbedingt über die klapprige "Fähre" (Bretterhaufen am Stahlseil) von Butrint.
M. Vikings 24.05.2018
4. Sie fahren ja wohl gern mal mit dem Motorrad.
Zitat von HamberlinerEntschuldigung, ich fahr zwar gerne sehr große Rundreisen in Europa, voriges Jahr durch 14 Länder, aber wenn ich alle diese Orte in einem Urlaub besuchen soll komme auch ich an meine Grenzen. Mir ist ein Großteil dieser Tips auch viel zu städtelastig. Ich bereise Länder, Landschaften, und durchquere Orte auf der Durchreise. Ich verbringe keinen Urlaub in einer konkreten Stadt. Vor allem wenn ich lese dass mal wieder das Landesinnere Norditaliens angebetet wird geht mir der Hut hoch. Industriebetriebe, Agrarflächen, Flachland, Hochspannungsmasten, Autobahnraststätten wo man durch ein Ramschwaren-Labyrinth genötigt wird - furchtbar. Ach so, diese oder jene Stadt muss man unbedingt gesehen haben, Bologna usw , hach, sind wir heute mal wieder kulturgeschwängert. Der Tip mit Tirana - ebenso städtelastig - ist besonders gründlich daneben gegangen, denn die schöne Seite Albaniens liegt doch im Südwesten nahe der Küste, von Vlore bis Sarande, wo sich die Serpentinen durch die Wolken winden und mediterrane Vegetation mit der alpinen verschmilzt, und von Sarande nach Griechenland unbedingt über die klapprige "Fähre" (Bretterhaufen am Stahlseil) von Butrint.
Da habe ich einen Tip für Sie, falls nicht schon bekannt. Sollten Sie mal in Griechenland sein, fahren Sie über Volos auf den Pilion. Den hat Zeus angeblich höchst persönlich geschaffen, damit sich die Götter von ihrer anstrengenden Arbeit erholen können. Nehmen Sie sich ein paar Tage Zeit, da gefällt es nicht nur den Göttern, sondern man bleibt da auch als normal Sterblicher gern mal hängen. Die Landschaft ist wunderschön und die Strände einigermaßen leer. Massentourismus gibt es da nicht. Es geht natürlich auch mit dem PKW. http://www.pilion.de/
Hamberliner 24.05.2018
5. Re: Sie fahren ja wohl gern mal mit dem Motorrad.
Zitat von M. VikingsDa habe ich einen Tip für Sie, falls nicht schon bekannt. Sollten Sie mal in Griechenland sein, fahren Sie über Volos auf den Pilion. Den hat Zeus angeblich höchst persönlich geschaffen, damit sich die Götter von ihrer anstrengenden Arbeit erholen können. Nehmen Sie sich ein paar Tage Zeit, da gefällt es nicht nur den Göttern, sondern man bleibt da auch als normal Sterblicher gern mal hängen. Die Landschaft ist wunderschön und die Strände einigermaßen leer. Massentourismus gibt es da nicht. Es geht natürlich auch mit dem PKW. http://www.pilion.de/
Danke für den Tip. Ich erkenne einen Fehler, der mir mindestens einmal passiert ist. Wenn man anderentags in Piräus die Fähre nehmen will ist es phantasielos und suboptimal, in Athen ein Hotelzimmer zu suchen. Wie in jeder anderen Metropole auch lohnt es sich außerorts, wo es schön und nachts ruhig ist, etwas zu suchen. Bei Barcelona Castelldefels, bei Madrid Alcalá de Henares, und dann bei Athen ein hübsches Fischerdörfchen auf dieser Halbinsel. Dei Fähren fahren eh erst abends, und bis Piräus ist es ein Katzensprung - allerdings muss man am ehemaligen Flughafen übelsten Strau einkalkulieren und Zeit mitbringen.
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