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Boarding: Lufthansa bietet Extra-Service bei Indien-Flügen an

Zu viel Handgepäck und Sprachbarrieren: Vor allem bei Flügen nach Indien klagen Lufthansa-Mitarbeiter über Chaos beim Boarding. Nun sollen neue Maßnahmen helfen.

Lufthansa-Maschinen in Frankfurt: Extra Service für Abflüge nach Indien Zur Großansicht
REUTERS

Lufthansa-Maschinen in Frankfurt: Extra Service für Abflüge nach Indien

In einen voll ausgebuchten Airbus A380 oder eine Boeing 747 einzusteigen kann nicht nur dauern, das Boarding läuft manchmal auch recht chaotisch ab. Zwar achten die meisten Fluglinien darauf, betreuungsbedürftigen Gästen sowie Familien oder Passagieren der First- oder Business-Class Vorrang beim Einstieg zu gewähren. Doch das reicht oft nicht, um den Trubel zu minimieren. Das Chaospotenzial hängt dabei auch und vor allem von der Strecke ab.

Lufthansa-Mitarbeiter in Frankfurt am Main klagen bei Flügen nach Indien regelmäßig über Schwierigkeiten, wenn die Passagiere die Maschine besteigen. Gäste auf diesen Strecken haben oft viel Handgepäck bei sich, auch Sprachbarrieren führen zu Problemen. Ein weiterer Grund ist die große Zahl betreuungsbedürftiger Personen. Im internen Magazin "Lufthansa Passage" heißt es, dass auf Indien-Routen bisweilen über hundert solcher Passagiere pro Flug an Bord kämen.

Auch im Umgang mit automatisierten Zugängen, an denen Fluggäste ihre Bordkarte selbst scannen, seien viele Reisende auf diesen Routen nicht vertraut. Das koste Zeit und strapaziere die Nerven. Nun haben sich Frankfurter Lufthansa-Mitarbeiter Rat von ihren Kollegen in Neu-Delhi geholt und neue Maßnahmen erarbeitet.

Seit diesem Jahr gibt es einen Gate-Mitarbeiter, der Passagiere schon im Wartebereich auf Handgepäckrichtlinien oder fehlende Gepäckanhänger an Kinderwagen hinweist. Zudem soll es Durchsagen in diversen Landessprachen geben. Auch spezielle Schlangen für das Vorab-Boarding von Familien und hilfsbedürftigen Gästen sollen eingeführt werden.

Martin U. Müller

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Kann ich mir gut vorstellen
Sibylle1969 05.01.2016
Frankfurt ist neben Dubai und London einer der wichtigsten Hubs für Flüge zwischen Indien und Nordamerika. Ich flog mal mit Lufthansa von Frankfurt nach Dallas-Fort Worth, und da waren weit mehr als die Hälfte der Passagiere Inder. Viele davon Personen, die vom Heimaturlaub zurückkehren, oder Personen, die Angehörige in den USA besuchen oder ganz dorthin auswandern. Da sind oft viele Leute dabei, die vorher noch nie oder erst wenige Male geflogen sind und demzufolge keine Erfahrung haben, was Gepflogenheiten beim Fliegen angeht.
2. Nur Indien?
Lisa_can_do 05.01.2016
das ist auch bei anderen Ländern so. Vielleicht mal wieder die Regeln einhalten? Und andere Prioritäten vielleicht. In diesen Ländern kann man mit einem Panzer im Handgepäck einchecken und Niemanden interessiert es. Auch beim Lufthansa-Checkin nicht. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass im Handgepäck-Chaos mal was Explosives und Waffen drin sind, vor allem bei den Rückflügen aus diesen Ländern zurück nach Deutschland.
3.
SchneiderG 05.01.2016
Auf meinen Standard-Routen Bangkok - Kolkatta & Bangkok - Delhi (8-10x pro Jahr) hab ich die Reisementalität der Indischen Passagiere miterleben & kennenlernen dürfen. Wenn man das 7 Jahre lang mitmacht, versteht man das Problem des Boden-Personals am Flughafen. Nach der Ankuft am Indischen Flughafen sind die "Fußkranken" auf einmal springlebendig geworden, wenn es um das Gepäck, die Fahrzeugbeschaffung und/oder die Familienbegrüßung ging.
4. Respekt!
spon_1379832 07.01.2016
Einen Gate-Mitarbeiter im Wartebereich und Durchsagen in den Landessprachen? Donnerwetter! Das war sicher ein Konzept, was Jahre gedauert hat, das zu erarbeiten, so "komplex" wie diese Thematik ist. Aber kann man das einfach so? Das muss doch "unter wissenschaftlicher Begleitung" einer dieser ProfessorInnen der Laberwissenschaften (z. B. Soziologie oder Gender-Forschung) in jahrelangen, umfangreichen Studien stattfinden. Ich habe jetzt nur noch nicht verstanden, was in diesem Artikel jetzt eigentlich die Nachricht sein soll...
5.
g.s.hess 07.01.2016
Komisch bei meinen flügen mit Air India nach Delhi gibt es selten probleme. Weder beim einchecken noch beim boarding. In der regel sprechen die Meisten Inder die sich den viel teurern Flug mit der Lufthansa leisten können auch ganz gut englisch.
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