Nahost-Konflikt Lufthansa ändert Flugplan nach Tel Aviv

Zwischenlandung in Athen: Passagiere des Flugs LH 690 von Frankfurt nach Tel Aviv müssen sich auf Verspätungen einstellen. Die Lufthansa wechselt aufgrund des Nahost-Konflikts in der griechischen Hauptstadt die Crew aus - es geht um den Schutz der Mitarbeiter.

Lufthansa-Airbus in Frankfurt am Main: Die Airline reagiert auf den Nahost-Konflikt
dpa

Lufthansa-Airbus in Frankfurt am Main: Die Airline reagiert auf den Nahost-Konflikt


Hamburg - Vorsichtsmaßnahmen bei der Lufthansa: Angesichts des Gaza-Konflikts, hat die größte deutsche Airline ihren Flugplan in Richtung Tel Aviv geändert. Der tägliche Nonstop-Flug LH 690, Start 21.50 Uhr in Frankfurt am Main, legt seit Dienstagabend einen Zwischenstopp in der griechischen Hauptstadt Athen ein. Bislang ist geplant, dies bis einschließlich Donnerstag fortzuführen.

"Wir nehmen dort einen Crewwechsel vor", sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Dem frischen Bordpersonal sei es möglich, nach kurzem Aufenthalt in Tel Aviv wieder direkt den Rückflug anzutreten. Die Lufthansa-Mitarbeiter müssten also nicht in der israelischen Stadt übernachten.

Für die Passagiere bedeutet der außerplanmäßige Stopp in Athen eine deutliche Verspätung. Am Dienstag traf die Sicherheitsmaßnahme einige Lufthansa-Kunden völlig unvorbereitet. Die Airline habe sie nur unzureichend über die Zwischenlandung und deren Grund informiert, sagte ein Fluggast SPIEGEL ONLINE.

Die israelische Tourismusindustrie spürt bereits die Auswirkungen des Nahost-Konflikts. Hotels in Jerusalem sowie die Fluggesellschaft El Al meldeten bereits erste Stornierungen. Das Auswärtige Amt warnte derweil ausdrücklich vor Reisen in den Gaza-Streifen.

dkr



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