Streik-Nachwehen 40 Lufthansa-Flüge fallen am Donnerstag aus

Die Lufthansa-Piloten wollen am Donnerstag zwar nicht streiken. Wegen des vorangegangenen Ausstands fallen dennoch Dutzende Flüge aus. Demnächst könnten auch Germanwings-Kunden betroffen sein.

Lufthansa-Passagiere in der Abfertigungshalle des Flughafens München
DPA

Lufthansa-Passagiere in der Abfertigungshalle des Flughafens München


Tausende Lufthansa-Flüge sind im Laufe des aktuellen Pilotenstreiks bereits ausgefallen. Auch am heutigen Mittwoch musste Deutschlands größte Airline wieder Hunderte Verbindungen auf der Kurz- und Langstrecke annullieren. "Von den 890 gestrichenen Flügen sind rund 98.000 Passagiere betroffen", sagte ein Unternehmenssprecher. Die Flieger der Töchter Eurowings und Germanwings heben wie geplant ab.

Allerdings könnte es zumindest bei der Lufthansa-Tochter Germanwings in den nächsten Tagen auch zu Streiks kommen, berichtet die "Bild" unter Berufung auf Kreise der Vereinigung Cockpit (VC). Die Pilotengewerkschaft war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Am Donnerstag will die Lufthansa fast alle Flüge planmäßig bedienen. 40 Flüge müssten allerdings wegen der vorhergehenden Streiktage ausfallen, teilte die Fluggesellschaft via Twitter mit.

Der Arbeitskampf der Piloten hatte die Airline bereits in der vergangenen Woche von Mittwoch bis Samstag sowie am Dienstag größtenteils lahmgelegt. Auf der Internetseite der Lufthansa können sich Kunden über den Status ihres gebuchten Flugs zu informieren. Auch bei der kostenlosen Hotline 0800-8506070 gibt es Rat.

jus/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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gatopardo 30.11.2016
1. Wann kommt die Lösung ?
Will hier weder die LH-Firmenleitung noch die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit für den Streik verantwortlich machen, denn dazu fehlt mir der Überblick. Aber es kann doch nicht sein, dass man mit der nationalen Fluglinie eines Landes wie Deutschland wegen der andauernden Streiks überhaupt nicht mehr rechnen kann. Wann endlich greift die Regierung ein, bevor die ehemals so glänzende Lufthansa den Bach runtergeht ?
rxra99 30.11.2016
2. Warum sollte die Regierung eingreife?
Wir leben in einem freien Land. Lufthansa bedient keine Destinationen, die nur mit dem Flugzeug und nur durch Lufthansa erreicht werden koennen. Es gibt genug andere Anbieter. Also hat die Regierung sich da bitte rauszuhalten.
pêcheur 30.11.2016
3.
Wenn irgend möglich fliege ich nicht mit Lufthansa und viele meiner Bekannten und Kollegen tun das ebenso. Es gibt genug andete Linien. Dies nicht nur während der sich ständig wiederholenden Streiks, sondern generell. Denn inzwischen ist nicht mehr sicher, ob der gewünschte Flug nicht wieder bestreikt wird. Doch da frage ich mich, was VC und die Piloten treibt, den Ast auf dem sie sitzen anzusägen. Auf Dauer schaden sie ihrer Unternehmung so sehr, dass betriensbedingte Kündigungen womöglich am Ende unvermeidbar werden. Für ein derart stures Verhalten auf einem vergleichsweise sehr hohen Niveau fehlt mir jedwedes Verständnis. Vielleicht gibt es einen Piloten oder ein VC-Angehörigen, der das hier aus erster Hand erklären kann. Zumindest seine oder deren Sichtweise.
vaclav.havel 30.11.2016
4. Nullsummmenspiel
Die Einkommenszuwächse der Piloten werden vom Bodenpersonal gegenfinanziert. Das ist wie bei den Klinikärzten und den Krankenhausputzfrauen bzw. den Pflegerinnen. Was der eine mehr bekommt, bekommt der andere weniger.
einfachmensch 30.11.2016
5. lebe im Einflugsbereich von FRA
Sie werdeb bicht glauben, wie ungeheuer angenehm der LH-Piloten_streik für uns Anwohner ist (80 km entfernt vom Flughafen!!!). So eine saubere Luft und so eine "Ruhe" haben wir seit dem letzten Volkanausbruch in Island nicht mehr "genießen" dürfen!!! Aber, es stehen zig-tausende an Jobs in der Region auf dem Spiel. Wir alle leben hervorragend von dieser Tatsache. Aber wir alle können es einfach nicht mehr akzeptieren, dass "Busfahrer" der Lüfte schon in den 70-iger Jahren mehr verdient, oder besser bekommen, haben als alle Piloten anderer internationaler Fluggeselschaften, zuzüglich dieser "Mafia"-Alterversorgung (ab 50???). LH wäre gut bedient, ihre Piloten in Zukinft im Ausland zu requirieren, bei 40-60% geringeren Lohnkosten (ohne Einbußen an Qualität). Gelingt dies nicht, so wird es in naher Zukunft keine einzige deutsche Fluglinie mehr geben, und wir alle werden auf "islamischen" fliegenden Teppichen, mit dreifachem Comfort und halben Preisen (islamisch/staatlich subventioniert) um die Welt fliegen. Ich frage mich, was dann unsere "fliegenden Frühpensionäre" mit deutlich 6-stelligen Jahresgehältern machen werden, wenn auch die internen Absicherungen zusammenbrechen??? - Hartz IV für Millionenverdiener??? Nein danke, und, dies wird auch nie geschehen. Nur das unseren "Halbgöttern" mit den 3 Streifen (Busfahrer - mehr ist das nicht) wohl noch nicvht gasnz klar!!!! Sen daraus resultierenden ffür unsere gesamte Gesellschft möchte ich mir gar nicht ausmalen.... ...sorry für die Tippfehler - ich hasse Smartphones....
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