Lufthansa-Streik Am Samstag fallen 137 Flüge aus

Auch diesen Samstag bleiben viele Flieger der Lufthansa am Boden. 137 Flüge sind wegen des Pilotenstreiks abgesagt, darunter 88 Interkontinentalflüge.

Lufthansa-Maschinen am Frankfurter Flughafen
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Lufthansa-Maschinen am Frankfurter Flughafen


Die Lufthansa annulliert wegen des Pilotenstreiks auch am Samstag Flüge. Insgesamt werden 137 Flüge ausfallen, darunter 88 Interkontinentalverbindungen. Rund 30.000 Fluggästen sind von den Ausfällen betroffen. Reisende können sich über die Lufthansa-Websiteinformieren, ob ihre Verbindung unter den gestrichenen Flügen ist. In der Onlineauskunft ist ein Sonderflugplan aktiviert. Dieser wird laut der Lufthansa auch befolgt.

Gestrandeten Passagieren wurden Umbuchungen angeboten. Es seien mehr als 150.000 Mails oder SMS mit Fluginfos versendet worden, heißt es in einer Erklärung der Airline. Vom Streik betroffene Passagiere finden hier weitere wichtige Hinweise und Telefonnummern.

EinEnde des bis 2014 zurückreichenden Tarifkonflikts zwischen Europas größtem Luftverkehrskonzern und der Pilotengewerkschaft ist nicht absehbar. Es ist die inzwischen 14. Streikrunde. Die VC verteidigt das eigene Vorgehen damit, dass das Lufthansa-Management keinerlei Bewegung zeige und kein verhandlungsfähiges Angebot übermittelt habe.

Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister entgegnete am Donnerstagmorgen am Frankfurter Flughafen, die VC-Forderung nach einer Vergütungserhöhung von über 20 Prozent sei völlig überzogen. Er hoffe auf eine schnelle Rückkehr an den Verhandlungstisch und würde auch eine Schlichtung begrüßen, sagte Hohmeister. Er entschuldigte sich bei den Passagieren, jeder Streiktag verursache rund zehn Millionen Euro Verlust für die Lufthansa.

Die Pilotengewerkschaft Cockpit lehnt eine Schlichtung des Tarifstreits bei der Lufthansa nach wie vor ab. Beim Management sei bisher "nicht einmal die grundsätzliche Bereitschaft zu einer fairen Gehaltsanpassung zu erkennen", sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg den "RuhrNachrichten". "Solange sich diese Einstellung nicht ändert, macht auch eine Schlichtung wenig Sinn." Es drohe ein "harter Arbeitskampf".

beh/dpa/reuters

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