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Lufthansa-Ausstand: Piloten weiten Streik auf Langstreckenflüge aus

Am zweiten Tag ihres Ausstands bestreiken die Lufthansa-Piloten auch die Langstrecken und Frachtflüge. Rund 150.000 Passagiere der Fluglinie mussten ihre Reisepläne ändern.

Lufthansa-Maschinen in München: Fluglinie am Boden Zur Großansicht
REUTERS

Lufthansa-Maschinen in München: Fluglinie am Boden

Frankfurt/Main - Nach den Deutschland- und Europaflügen haben die Piloten der Lufthansa seit Dienstagmorgen auch auf der Langstrecke und auf Frachtflügen ihre Arbeit eingestellt. Wegendes zweitägigen Streiks hat die größte deutsche Fluglinie nach eigenen Angaben bis einschließlich Mittwoch 1350 Flüge gestrichen. Betroffen sind rund 150.000 Passagiere.

Bei der seit Monaten andauernden Auseinandersetzung geht es vordergründig unter anderem um die Übergangsrenten von 5400 Piloten. Doch hinter den Kulissen schwelt ein Streit um den künftigen Kurs des Luftverkehrskonzerns, dem sein Chef Carsten Spohr eine starke Billigsparte hinzufügen will. Ein entsprechendes Konzept soll am Mittwoch im Aufsichtsrat beschlossen werden.

Die Gewerkschaft Cockpit kritisiert (VC) hat die Verhandlungsführung der Lufthansa im Tarifstreit. "Piloten sollen eingeschüchtert werden und Angst haben. Nach dem Motto: Sie bekommen das, was wir ihnen zugestehen, und nicht mehr", sagte Gewerkschaftsvorstand Jörg Handwerg dem "Tagesspiegel". Auch die Piloten wollten "ihren Beitrag zur gedeihlichen Entwicklung der Lufthansa leisten", fügte Handwerg hinzu. Das gehe aber nicht, wenn der Vorstand gegen das Personal agiere und "Tarifstrukturen zerschlagen will".

Die Piloten streiken in der mittlerweile neunten Runde. Vor allem an den Drehkreuzen München und Frankfurt fielen am Montag zunächst viele Zubringerflüge aus. Die Lufthansa hatte einen Ersatzflugplan in Kraft gesetzt. Flüge der Lufthansa-Tochter Germanwings sowie der Konzerngesellschaften Swiss, AUA und Brussels Airlines sind von dem Streik nicht betroffen.

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insgesamt 15 Beiträge
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1. völlig unerträglich
zephyroz 02.12.2014
Unerträglich, anmaßend und überzogen. Die Piloten haben ein Gehalts- und Absicherungsniveau, welches keine Wünsche offen läßt. Äußerst verantwortungsvolle Berufe gibt es auch anderswo, zB. Ingenieur im KKW und dort wird weit weniger verdient. Also... was soll das. Die Piloten überziehen ganz gewaltig und sind ein sehr schlechtes Beispiel. Wenn solch ein brutaler Egoismus Schule macht, können wir einpacken.
2. Einfach nur schlimm
flushbush 02.12.2014
wie eine kleine geldgeile Truppe namens Cockpit es schafft eine ganze Fluggesellschaft und deren Passagiere als Geiseln zu nehmen. Wuerde auch gerne mit 55 in Rente gehen koennen!
3. Schluß mit der Verantwortungslosikeit!
Gallus Anonymus 02.12.2014
Hmm! Wie lange müssen etwa Bergleute, Feuewehr, Räumungsdienste etc. arbeiten? Die Lufthansapiloten wissen ganz genau, wie viel ein Pilot in USA und anderen Ländern verdient. Geschweige Rentenansprüche mit 55 Jahren. Leider bei uns ist so was möglich, weil ein Streik der Lufthansa-Mitarbeiter keine ernsthafte Konsequenzen mit sich zieht. Ein gebuchter Linienflug nach USA und zurück wegen geplatzer Urlaubsreise, ein geplatzter Geschäftstermin, etc. Kostet Lufthansa eigentlich nur Gewinnumsatz, Obwohl gleichzeitig andere Menschen und Firmen Milionenverluste machen, Es geht nicht nur um geplatzte Verträge, Lieferungen, Urlaub, es geht auch um die verlorene Zeit. Es entsteht jedesmal unschätzbarer Schaden für unsere Industrie und Privateigentum. Aber dank unseren Politikern und Hochbeamten braucht die Lufthansa für die nicht erfüllten Kaufverträge nicht zu haften. Die obersten Richter stellten so ein PilotenStreik dem Erdbeben gleich. Es stellt sich jedoch die Frage warum? Ein unvorhersehbares Naturereignis lässt sich nicht abwenden, dagegen wenn sich die Piloten und Lufthansa früzeitig einigen, dann lässt sich so ein Ereignis durchaus vermeiden. Es ist die höchste Zeit der Lufthansa die Lizenz zum straflosen Handeln zu entziehen!
4. Es ist wirklich schade
leidernein 02.12.2014
Dass erneut die Piloten durch die unsäglichen sogenannten Angebote seitens ihrer Geschäftsleitung zum Streik genötigt werden. Wer sowohl die Pressemitteilung von VC als auch LH kennt und ein bisschen zwischen den Zeilen liest, sieht das auch recht schnell. Ein Punkt ist ja, dass neue Piloten keine Zusatzversorgung mehr erhalten sollen und so schlicht als Piloten zweiter Klasse, mit weniger Gehalt, arbeiten sollen. Dagegen wehrt sich die VC mit Recht, vehement, und das verstehen viele, insbesondere hier nicht. Es ist ja normal in Deutschland, dass die Generation der heute 20-35jährigen bereits auf Altervorsorgungen und Gehalt im erheblichen Ausmaß verzichtet, um die älteren zu subventionieren. Leiharbeit, Praktika, unbefristete Verträge, schlechter bezahlt. Mit Angst vor Arbeitslosigkeit wird das erreicht. Politisch gewollt. Junge Lehrer werden nicht verbeamtet, oder um mal im Konzern LH zu bleiben, junge Flugbegleiter unterhalten sich wie selbstverständlich über neue Verträge, die markant schlechter sind als die alten.es müsste hier mehr gestreikt werden, nicht weniger.
5. Gleichzeitig..
reqhighspeed 02.12.2014
..kaufen große Teile des Vorstandes (Spohr, Menne etc.) just nach den von ihnen selbst herausgegebenen Gewinnwarnungen supergünstig große Aktienpakete der LH auf. Es wäre zu prüfen, ob auch Großaktionäre wie Blackrock ihre Anteile gleichzeitig billig aufgestockt haben. Das alles hat zumindest ein Gschmäckle und nichts zu tun mit dem Verzicht, den der Vorstand von allen seinen Mitarbeitern fordert. Manager natürlich ausgenommen.
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