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Luftraumsperrung: Überführungsflug landet sicher in Frankfurt

Überführungsflüge trotz Sperrung des Luftraums: Voraussichtlich zehn Maschinen sollen am Samstag von München nach Frankfurt fliegen - weil sie dort dringend gebraucht werden, sobald wieder Starts erlaubt sind. Zunächst testete ein einzelnes Flugzeug die Bedingungen.

Stillstand im Flugverkehr: Das lange Warten Fotos
Getty Images

Langen - Die Lufthansa hat trotz der Schließung des Luftraumes einen Langstreckenflieger von München nach Frankfurt überführt. Der Airbus 340 habe keine Passagiere an Bord gehabt und sei gegen 12 Uhr sicher gelandet, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Samstag. Techniker entdeckten an der ersten Maschine nach der Landung keine Schäden durch Vulkanasche.

Darauf machten sich am Nachmittag nach und nach neun weitere Maschinen ohne Passagiere auf den Weg von München nach Frankfurt. Die Flugzeuge flogen nicht auf der üblichen Route, sondern nur nach Sichtflugregeln (VFR) in einer Höhe von bis zu 3000 Metern. Die Lufthansa nannte die Bedingungen hierfür bei wolkenlosem Himmel ideal.

Eine Genehmigung der Deutschen Flugsicherung (DFS) werde dafür nicht benötigt, sagte DFS-Sprecher Axel Raab. Nach München waren am Freitag viele Flüge umgeleitet worden. Bei den Jets handelt es sich um vierstrahlige Langstreckenflugzeuge der Typen Boeing 747 und A340.

Die Behörden befürchten, dass die Ascheteilchen die Triebwerke von Flugzeugen lahmlegen könnten. Die Asche stammt aus einem Vulkan, der unter dem isländischen Gletscher Eyjafjallajökull ausgebrochen ist.

Hintergrund sei, dass Fluggesellschaften wie Lufthansa die Maschinen in Frankfurt stationiert haben wollten, damit sie bei Öffnung des Luftraums sofort wieder eingesetzt werden können.

sto/dpa/Reuters

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