Malediven Taxifahrer streiken – und keinen stört's

Im Urlaubsparadies Malediven sind sämtliche Taxifahrer in den Ausstand getreten. Sie fordern bessere Bezahlung, haben jedoch ein Problem: Erst jetzt merken die Einwohner, wie unnötig Taxis auf den Inseln im Indischen Ozean sind.


Male – Die 575 Taxifahrer auf dem Male Atoll sind in den Streik getreten. Sie fordern eine Verringerung der Spritpreise und höhere Tarife – denn egal welche Strecke sie fahren, bislang kostet keine Taxifahrt hier mehr als 15 Rufiyaa (weniger als ein Euro).

Doch dieser Ausstand könnte seine Wirkung verfehlen. Weil die längste Straße hier gerade einmal 1,6 Kilometer lang ist, merken jetzt die Einheimischen, dass sie auch ganz gut ohne Taxis auskommen: "Ich bin heute zur Arbeit gelaufen, und es hat gerade einmal zehn Minuten gedauert", sagte eine Sekretärin der örtlichen Nachrichtenagentur Haveeru. "Eigentlich brauchen wir hier überhaupt keine Taxis."

Die Agentur meldete, die Straßen seien besonders "ruhig" gewesen, als keine Taxis mehr fuhren. Die Malediven gelten als Paradies für Taucher und sind Südasiens teuerstes Touristenziel. Die Inselgruppe umfasst 20 Atolle mit 1087 Inseln, davon sind 220 bewohnt.

sto/AFP



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