Partyurlaub Mallorca geht härter gegen Saufgelage am Strand vor

Schluss mit dem Müll und exzessiven Besäufnissen: Mallorca will an Stränden künftig hart gegen Ordnungswidrigkeiten durchgreifen - mit Geldstrafen bis zu 3000 Euro.

dapd

An der Playa de Palma hängen neuerdings etwa 30 bunte Plakate, auf denen Zigarettenkippen und Sangria-Eimer zu sehen sind. Darunter steht auf Spanisch, Deutsch, Englisch und Französisch: "Nicht am Strand." Mit der Kampagne will die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca für mehr Sauberkeit sorgen, wie die "Mallorca-Zeitung" berichtet.

Die Urlauber sollen endlich auf öffentliche Trinkexzesse verzichten und außerdem keinen Müll und keine Hunde mehr an den Strand bringen, der sich in nächster Nähe zum berühmt-berüchtigten Partyareal um den "Ballermann 6" befindet. Dort soll bald die Polizeipräsenz verstärkt werden, wie Guillem Navarro, zuständiger Stadtrat, laut dem Blatt ankündigte. Die sollen gezielt kontrollieren, ob die Vorschriften eingehalten werden.

Bis zu 3000 Euro Strafe drohen demnach für den Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit, wenn dadurch die öffentliche Ordnung gestört wird oder Minderjährige zum Mitmachen verleitet werden. Wer Müll am Strand entsorgt, kann mit einem Bußgeld von bis zu 300 Euro belangt werden.

sto



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agua 12.06.2012
1. Eine richtige
Entscheidung.Ganze Schulklassen nutzen ihre Abschlussfahrten,um sich in Spanien diesen Saufgelagen hinzugeben.Das hat meiner Meinung nach nichts mit dem Ausleben von Freiheit zu tun.
zephyros 12.06.2012
2. absolut richtig
viele deutsche Proleten glauben, anderen europäischen Mitgliedsstaaten Ratschläge oder Vorschriften erteilen zu müssen, wie sie zu wirtschaften haben oder ähnliches(siehe "Bild-Zeitung"), lassen dann aber im "Urlaub" die Sau raus und benehmen sich bestenfalls wie Primaten. Teil einer guten Erziehung sollte es sein, sich im Ausland gesittet zu benehmen, sich für die Kultur und Sprache zu interessieren. Gegen ein Glas Wein beim Essen ist nichts einzuwenden. Thailand sollte einen ähnlichen Weg gehen wie die Mallorqiner. Rigoroses öffentliches Trinkverbot und drastische Strafen bei Zuwiderhandlung (Geldstrafen, Ausnüchterungszelle, Stempel in den Pass, etc.) Was viele deutsche Mitbürger dort abziehen ist ekelerregend. (und das in einem der schönsten Länder der Erde)
der_pirat 12.06.2012
3. Das sehe ich auch so.
Zitat von zephyrosviele deutsche Proleten glauben, anderen europäischen Mitgliedsstaaten Ratschläge oder Vorschriften erteilen zu müssen, wie sie zu wirtschaften haben oder ähnliches(siehe "Bild-Zeitung"), lassen dann aber im "Urlaub" die Sau raus und benehmen sich bestenfalls wie Primaten. Teil einer guten Erziehung sollte es sein, sich im Ausland gesittet zu benehmen, sich für die Kultur und Sprache zu interessieren. Gegen ein Glas Wein beim Essen ist nichts einzuwenden. Thailand sollte einen ähnlichen Weg gehen wie die Mallorqiner. Rigoroses öffentliches Trinkverbot und drastische Strafen bei Zuwiderhandlung (Geldstrafen, Ausnüchterungszelle, Stempel in den Pass, etc.) Was viele deutsche Mitbürger dort abziehen ist ekelerregend. (und das in einem der schönsten Länder der Erde)
Aber ich würde da durchaus differenzieren: Wenn ich als Land mit solchen Touristen Geld verdienen kann, dann mache ich das vermutlich. Glauben Sie denn, dass sich die Touristen von sich aus ändern werden? Ich glaube das nicht. Nur fahren eben diese Leute dann nicht mehr nach Malle, sondern nach Bulgarien oder sonstwo hin. Ich selbst war auch schon einige Male auf Mallorka und war immer wieder vom Essen in den Hotels entsetzt. Nicht, dass es nicht lecker gewesen wäre, aber es war eben nie einheimisch. Frikadellen, Schnitzel, Würstchen... Aber bei z.B. Muscheln sagen die Touristen: "Igitt. Was ist das denn?"
Jule25 12.06.2012
4. .
Zitat von der_piratAber ich würde da durchaus differenzieren: Wenn ich als Land mit solchen Touristen Geld verdienen kann, dann mache ich das vermutlich. Glauben Sie denn, dass sich die Touristen von sich aus ändern werden? Ich glaube das nicht. Nur fahren eben diese Leute dann nicht mehr nach Malle, sondern nach Bulgarien oder sonstwo hin. Ich selbst war auch schon einige Male auf Mallorka und war immer wieder vom Essen in den Hotels entsetzt. Nicht, dass es nicht lecker gewesen wäre, aber es war eben nie einheimisch. Frikadellen, Schnitzel, Würstchen... Aber bei z.B. Muscheln sagen die Touristen: "Igitt. Was ist das denn?"
Und dafür kommen andere "nach Malle", wahrscheinlich welche, die nicht zur Unterschicht gehören und entsprechend mehr Geld zur Verfügung haben um es vor Ort auszugeben. Ich rede nicht von Luxustouristen sondern vom Otto-Normal-Besserverdiener und dem Mittelstand. Anderseits ist es wiederum gut Sammelpunkte für diese Leute zu haben ("Ballermann 6", Cala Ratjada). Wenn man diese an einem Punkt konzentriert, bleiben andere Urlaubsorte verschont. Jeder Urlaubsort muss selbst entscheiden welches Publikum gewünscht ist. Dumm nur, wenn Villarriba die mit dem guten Benehmen möchte und Villabajo die ungebildeten anspricht. Dann muss eine Mauer hin :-D (nur ein Scherz ;-) )
zephyros 12.06.2012
5. Sie haben natürlich Recht
Zitat von der_piratAber ich würde da durchaus differenzieren: Wenn ich als Land mit solchen Touristen Geld verdienen kann, dann mache ich das vermutlich. Glauben Sie denn, dass sich die Touristen von sich aus ändern werden? Ich glaube das nicht. Nur fahren eben diese Leute dann nicht mehr nach Malle, sondern nach Bulgarien oder sonstwo hin. Ich selbst war auch schon einige Male auf Mallorka und war immer wieder vom Essen in den Hotels entsetzt. Nicht, dass es nicht lecker gewesen wäre, aber es war eben nie einheimisch. Frikadellen, Schnitzel, Würstchen... Aber bei z.B. Muscheln sagen die Touristen: "Igitt. Was ist das denn?"
es wird dann wieder andere Orte/Länder geben, die alles erlauben, Hauptsache man verdient möglichst schnell sehr viel Geld mit dem Tourismus. Es dauert dann immer einige Zeit, bis den Einheimischen das Verhalten dieser sauf-und vögel-Touris dermassen zum Halse raushängt, dass sie anfangen zu handeln. Verbote und drastische Strafen sind dann leider unumgänglich. Saufende und pöbelnde Deutsche werden Sie in Singapur oder Riad vergeblich suchen, da wird nämlich gnadenlos durchgegriffen. Bei Zuwiderhandlung gibt´s Stockschläge. Deswegen traut sich dort keiner sowas. Es gibt aber zum Glück inzwischen einige, die kapiert haben, dass schnelles Geld nicht alles ist (Stichwort Occupy etc.). Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
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