Giftqualle Mallorca prüft Badeverbot

Vor der Küste Mallorcas wurde eine äußerst giftige Quallenart gesichtet. Badegäste werden um äußerste Vorsicht gebeten - die Verwaltung zieht ein Badeverbot in Erwägung.

Portugiesische Galeere (Archiv)
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Portugiesische Galeere (Archiv)


Kurz vor Beginn der Saison auf Mallorca gibt es beunruhigende Neuigkeiten: Vor der Küste der Inselhauptstadt Palma sei in der Nähe des beliebten Strandes Ciudad Jardín ein totes Exemplar der äußerst giftigen Quallenart Portugiesische Galeere (Physalia physalis) gefunden worden, schrieb der Notdienst der Balearen auf Twitter.

Die Regionalregierung der spanischen Inseln teilte mit, man führe in dieser Sache schon seit Wochen Untersuchungen durch, nachdem Exemplare der Portugiesischen Galeere bereits vor der Küste der Baleareninseln Ibiza und Formentera sowie in anderen Bereichen des Mittelmeeres gesichtet worden seien.

Der Notdienst der Balearen bat Badegäste um äußerste Vorsicht. Nach einem Bericht der Zeitung "Diario de Mallorca" prüft die Stadtverwaltung von Palma die Verhängung eines Badeverbots. Das sei aber von weiteren Sichtungen abhängig, hieß es.

Netze und Drohnen gegen Quallen

Erst vergangene Woche waren in Alicante im Osten Spaniens ebenfalls Portugiesische Galeeren angespült worden. Daraufhin wurden Strände auf einer Länge von mehr als 100 Kilometern gesperrt. Die Behörden erwägen dort nun den Einsatz von Netzen und Drohnen, um zu verhindern, dass die Tiere an die Küste gelangen.

Die Portugiesische Galeere ist nicht im Mittelmeer heimisch. Die gesichteten Exemplare wurden nach Vermutung von Experten durch starke Strömungen vom Atlantik durch die Straße von Gibraltar an die Küste Spaniens gespült.

Die Portugiesische Galeere ist eine Quallenart, die aus einer Kolonie voneinander abhängiger Polypen besteht. Die bläulich schimmernden Tiere haben teils meterlange Tentakeln. Ihr Gift kann kleinere Fische töten, Menschen im Normalfall jedoch nicht. Der Kontakt mit dieser Quallenart kann extreme Schmerzen verursachen.

kry/dpa



insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
spon-facebook-10000151392 23.05.2018
1. Total ueberspannter Bericht ...
bade seit 50 Jahren neben, unter ueber diesen Quallen, ein bischen brennen ... sonst nichts .... der Author fuerchtet sich wirklich vor kleinstem Kleckerkram ...
apokolokyntosis 23.05.2018
2. Da ist der Vorposter
entweder ein Blauwal, oder aber er hat keine Ahnung von Quallen. Kontakt mit den Nesselzellen der portugiesischen Galeere ist extremst schmerzhaft, wenn auch in der Regel nicht fatal.
Georg_Alexander 23.05.2018
3. Die eigentlich eher seltenen Quallen
treten dies Jahr offensichtlich massenhaft auf. Habe sie auch gerade im Atlantk überhaupt zum ersten Mal in meinem Leben gesehen. Ähnliche Berichte von den Kanaren und Madeira kann man zur Zeit auch lesen.
0815vs4711 23.05.2018
4. Ein Sack voll Reis
Guten Morgen, die werden dort immer wieder gesichtet. Tja
ancoats 23.05.2018
5.
Zitat von spon-facebook-10000151392bade seit 50 Jahren neben, unter ueber diesen Quallen, ein bischen brennen ... sonst nichts .... der Author fuerchtet sich wirklich vor kleinstem Kleckerkram ...
Sorry, aber Sie haben nicht den Hauch einer Ahnung, was und wie gefährlich die Portugiesische Galeere ist. Im Mittelmeer kann man übrigens auch reichlich Bekanntschaft mit der sog. Leuchtqualle machen, deren Nesseln extrem stark schmerzende Kontaktstellen zur Folgen haben, die in der Regel auch nur so langsam wieder abheilen. Wer einmal richtig von so einbem Biest erwischt wurde, schwimmt garantiert nicht mehr entspannt im azurblauen Meer herum.
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