Geplatzter Familienurlaub Hund frisst Reisepässe

Eine britische Familie freut sich auf den Mallorca-Urlaub. Doch kurz vor dem Abflug frisst der Familienhund die Kinderpässe an. In letzter Sekunde versuchen die Eltern, die Dokumente noch zu flicken - erfolglos.

Chihuahua mit Pässen (Symbolbild)
Getty Images/iStockphoto

Chihuahua mit Pässen (Symbolbild)


Schon vier Tage vor dem Abflug checkt Ella Arundell sich, ihren Mann Russell Mack und ihre drei Kinder für ihren Flug nach Mallorca ein. Eine Woche will die Familie aus Großbritannien auf der Ferieninsel verbringen. Zufrieden mit ihrer frühzeitigen Organisation geht Ella Arundell ins Bett, freut sich auf den Urlaub.

Doch am nächsten Morgen dann das böse Erwachen: Wie die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet, hört das Ehepaar, wie ihr Cockerspaniel Baily - noch ein Welpe - ungewöhnliche Geräusche im unteren Stockwerk des Hauses macht. Russell Mack geht nach unten, um zu sehen, was los ist.

Er findet die Pässe der Kinder zerrupft vor - Bailey hatte sie offenbar in der Nacht entdeckt und angefressen. Der 35-Jährige geht die Treppe wieder hoch und sagt: "Wir fahren nicht in den Urlaub." Verzweifelt versucht Mutter Ella Arundell noch, die Dokumente der Kinder zusammenzukleben. "Sie haben furchtbar ausgesehen, doch wir haben uns an jeden Strohhalm geklammert", sagt die 32-Jährige. Doch am Flughafen kommen sie mit den zerrupften Pässen nicht durch.

Eine Katastrophe für die fünfköpfige Familie. "Es war so stressig und enttäuschend", sagt Arundell. Eigentlich habe die Familie den All-Inclusive-Trip zusammen mit Freunden machen wollen. Zwei ihrer Kinder hätten während der Reise sogar Geburtstag gehabt - das Hotel habe bereits angekündigt, einen Kuchen zu backen und eine kleine Feier zu veranstalten.

Wenn es die Pässe der Eltern gewesen wären, hätten sie am nächsten Tag neue bekommen können, sagt Ella Arundell der Zeitung. "Aber bei Kindern unter 16 Jahren dauert das wegen Kindesschutzregelungen sieben Werktage." Der Urlaub hatte sich damit erledigt. Ihre Versicherung sei auch nicht für den Schaden aufgekommen, da es sich bei dem Reiserücktritt nicht um Krankheit oder einen Todesfall handelte.

Die Familie hat nun neue Pässe beantragt und will ihren Urlaub um einen Monat verschieben. Dafür musste sie rund 1000 britische Pfund (rund 1120 Euro) Umbuchungsgebühren zahlen.

kry

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
afriedery 25.07.2018
1. Rachsucht?
Sie wollten ihn vermutlich nicht mitnehmen...
joachimpeter 25.07.2018
2.
Uns sind mal wenige Tage vor dem Urlaub die Nummernschilder vom Auto geklaut worden Zum Glueck hat's der Nachbar noch rechtzeitig bemrtkt, denn wir fahren im Sommer in der Stadt nur Fahrrad. Und die Zulassungstelle, bei der man in Berlin wochen auf einen Termmin warten muss, hatte ein Einsehen
Mertrager 25.07.2018
3. Das Sommerloch hat zwei Seiten
Diesmal ist es wenigstens sonnig.
bdroege 25.07.2018
4.
Wenn Großbritannien beim Schengener Abkommen mitgemacht hätte wäre es kein Problem gewesen. Aber die Briten wollen nicht bei der EU mitmachen und werden demnächst länger warten müssen wenn sie in die EU einreisen wollen.
brux 25.07.2018
5. Quatsch
Zitat von bdroegeWenn Großbritannien beim Schengener Abkommen mitgemacht hätte wäre es kein Problem gewesen. Aber die Briten wollen nicht bei der EU mitmachen und werden demnächst länger warten müssen wenn sie in die EU einreisen wollen.
Schengen bedeutet keine systematischen Grenzkontrollen. Man muss sich trotzdem ausweisen können. Und nach Mallorca geht's wohl mit dem Flugzeug. Da wird immer ein Ausweis verlangt wegen der Gefahr von Flugzeugentführungen und Attentaten. Beim Thema EU darf jeder kommentieren, Wissen ist nicht notwendig.
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